Ratten in der Dämmung; Dachfußboden neu dämmen + Dampfsperre


25.11.2017 Bauler 4 315

Hallo,

haben die bisherige Dämmung (Glaswolle mit Dampfsperre) entfernen müssen.

Aufgrund eines Verwesungsgeruches haben wir nachgeforscht (Wildkamera) festgestellt, dass Ratten auf dem Dachboden ihr unwesen treiben. Nachdem wir die ersten Bretter abgemacht haben, sahen wir schon die ersten Nester in der Dämmung. Leider waren auch ihre Hinterlassenschaften zu sehen und man roch es auch (Kot und Urin).

Wie es aussieht hatten/haben sie sich auf mehrere Felder ausgebreitet. Man kann sagen, dass wahrscheinlich nahezu die gesammte Dämmung erneuert werden muss. Leider ist die Dampfsperre auch zum großen Teil beschädigt bzw. verunreinigt und muß auch entfernt werden.


Nun zu den Fragen:

Eigenlich war ja die Dampfsperre von unter angebracht und es kann auch kein Dampf in die Balkenlage und Dielen.

1. Wie bringt man jetzt am besten die Dampfsperre von oben auf. Sollen wir die Bahnen so wie im Bild verlegen?
Dadurch wären ja aber das Holz "im Dampf".

2. Die Übergänge müssen wahrscheinlich verklebt werden?

3. Kann/sollte die Dampfsperre auf die Dachlatten getackert werden (Dachlatten auf den Rigipsplatten)?
4. Wie sollen wir es bei den Mauern machen? Und vor allem dann wegen der Dämmung (man kann ja die Dampfsperre nicht so genau um die Mauern legen.

5. Welche Dampfsperre wäre zu empfehlen?

6. Wie hoch soll die Dämmung sein, sollte der gesamte Hohlraum gedämmt werden (Höhe der Balken bzw. Dielen ist 18 cm)?
7. Mit einer Matte (z.B. 18cm) oder zwei Matten (z.b. 10 cm + 8cm)?


8. Besser Glaswolle oder Steinwolle oder?

Wäre schön, wenn mir jemand auf die ein oder andere Frage antworten könnte.

Vielen Dank

Viele Grüße

Mineralwolle ideal für diese Nager!



Gute Frage in diesem Fall!
Der gesamte Ausfbau sieht eh nach nicht gerade funktionalem Sachstand aus.
Hier müsste eine komplette neue Lösung her und die wäre am besten mit einem Blindbodeneinbau, Masseeintrag plus zusätzlichem Dämmstoffaufbau.
Hierbei entweder Holzfasereinblasdämmstoff oder auch Zellulose auf- oder dann eingeblasen.

Mit der Winddichtungsebene muss man dann direkt vor Ort die entsprechende Lösung definieren und anschauen.
Da sind so viele Detailanbindungen und n-ausführungen zu beachten, was hierüber nur vage zur Entscheidung führen kann.

Dämmung


26.11.2017 Bauler

Oh je, das hört sich ja kompliziert an.

Wurde es damals (vor ca. 25 Jahren) falsch ausgeführt oder war es damals stand der Technik?

Funktioniert es nicht, wenn ich die Dampfsperre "einfach" so wie ich die rote Linie eingezeichnet habe, verlege?
Weiß dabei aber leider nicht, wie ich es an den Stellen mit den Mauern machen soll?

Evtl. vorher eine dünne Schicht Dämmung in die Felder legen, damit der Raum zwischen den Dachlatten ausgefüllt wird.


Geplant wäre sowieso, das Dach selber auch demnächst zu dämmen. Könnte man dann die Fußbodendämmung anders ausführen?


Welcher Fachmann ist für solche Sachen zuständig? Dachdecker?

Kontakt



Am besten wäre es, wenn du mich mal anrufst und wir besprechen den gesamten Sachverhalt einmal.
Ist manchmal besser, als alles nur zu schreiben.

Dachbodendämmung



Gegen Nager sind Perlite, Zellulose oder Schaumglasplatten geeignet.

Mineralwolle, EPS und übliche Faserdämmstoffe werden gerne besiedelt.

Wenn der Dachboden gedämmt und als Wohnraum genutzt wird muß die Decke nur gegen Schall (und evt Hitze) gedämmt werden- also Masse einbringen und schallabsorbierende Materialien.

Dampfbremsen sind bei kapillaren und zum kälteren Bereich hin mit abnehmendem Sd-Wert (diffusionsoffeneren) konstruierten Dämmungaufbauten unnötig-
nur Konvektion soll verhindert werden, was bei verputzten oder dicht verkleideten Decken in der Regel der Fall ist.

Andreas Teich