an alle U-Wert und Wärmeübergangsspezialisten


12.03.2019 Reorio1 3 995

Hallo an alle U-Wert Wärmeübergangsspezialisten

An meinem vorhandenes Lehmziegelhaus plane ich einen Anbau auf der Giebelseite von
7,5 m x 4 m mit einer infrarot Folien Fußbodenheizung da einen Gasanschluss sehr teuer ist.

Das Lehmziegel-Haus hat 50 cm starke Wände der Vorbesitzer hat das Haus renovieren lassen und innen und außen ca 5 cm Zement Putz auf Kunststoffgitter aufgetragen.

Die U-Wert Berechnung ergibt 1,09 Wm2K mit Tauwasserbildung außen zwischen Lehmziegel und Zementputz das trocknet in der Sommerperiode nach 20 Tagen aus, es sei unbedenklich und Schimmelbildung nicht zu erwarten ????

Die Hülle des Anbaus lässt sich mit Schichtholz Ständerbauweise Mineralwolle +Holzfaser Fassadendämmplatte ohne Tauwasserbildung Wandstärke 360 mm mit einem U-Wert von 0,13 Wm2K erstellen.

Macht das Sinn wenn die angrenzende Lehmziegelwand einen U-Wert von 1,09 Wm2K hat
muss die dann auch noch auf gleiches Niveau gedämmt werden.
Wenn jedoch beide Räume mit 18 grad beheizt werden findet doch kein Wärmeaustausch statt
erst dann wenn der Altbau nicht beheizt wird

oder liege ich da Falsch

freue mich auf eure Antworten
grüsse reorio

Planungsfragen


13.03.2019 Pope

zwei Dinge fallen mir zu Ihrem Beitrag ein:
- wie wird der Altbau denn jetzt beheizt? Stromheizung ist die teuerste Variante auf die Nutzungsdauer gerechnet.
- die Fragen der Dämmung und des Wandaufbaus sollte der Planer/Architekt beantworten können, denn mir scheint, bei diesem Vorhaben ist ein Bauantrag nötig.

A: Planungsfragen


15.03.2019 Reorio1

Danke für ihre Antwort
war aber nicht meine Frage
Grüsse

Antworten zu den Fragen


15.03.2019 Pope

1. Die angrenzende Lehmwand ist dann kälter als der Neubau. Das heißt, es kommt dort möglicherweise zu Kondensat, welches Schimmelbildung begünstigen kann, wenn nicht ausreichend geheizt wird.
2. Wenn beide Räume gleich warm sind, kommt es logischerweise nicht zu einem Wärmeaustausch, wohl aber zu einem Luftaustausch, wenn die Luftfeuchte in beiden Räumen unterschiedlich ist ( z.B. dann, wenn in einem Raum die Küche sich befindet, wo ein 8-Gänge Menü gekocht wird). Wenn der Altbau nicht beheizt wird, kommt es auf den Temperatur und Feuchteunterschied zwischen beiden Räumen an, ob es zu einer Feuchtediffusion kommt.
Fazit: Die Außenwände des Altbaus sollten gedämmt werden. Es muss jedoch nicht das gleiche hohe Niveau wie der Neubau sein. Schon aus Gründen der Behaglichkeit ist das sinnvoll, kommt natürlich auf die Nutzung an.
Aber wie gesagt, so ein Haus ist ein System und sollte daher ganzheitlich betrachtet werden. Die U-wert Berechnung berücksichtigt eben nicht die hohe Sorptionsfähigkeit der Lehmwand, da wäre ein Berechnung mit z.B. WUFI genauer.