Ausbau des Dachgeschosses eines Siedlerhauses


19.11.2019 Misching88 0 141

Guten Abend liebe Fachwerkgemeinde
Ich Saniere seit ca. 3 Jahren ein Siedlerhaus von 52 und bewohne derzeit alleine das Erdgeschoss welches ich bereits vollständig saniert habe. Das Dachgeschoss ist noch unsaniert. da meine Partnerin und Nachwuchs in Zwei Jahren mit einziehen sollen aus zwei kalten Kämmerchen und einem Dachboden vier weitere Zimmer entstehen. Darum soll ab dem Frühjahr dort erstmal kräftig aufgeräumt werden. Also alles raus was nicht niet- und nagelfest ist. die Raumaufteilung soll sich komplett ändern damit auch der verschenkte Raum der Abseiten mitgenutzt werden kann. Da nach steht die Dämmung des Daches und der Giebelwand an, sowie der Einbau einer Brandschutzwand welche den Wohnteil des Hauses vom Stall/Scheune Trennt.

zum Aktuellen Bestand:
Das Dach wurde in den 90ern neu mit Betondachsteinen eingedeckt und sieht soweit auch noch ganz gut aus. (Die Eindeckung soll aus Kostengründen erhalten bleiben)
Zwischen den Dachsteinen befinden sich Pappdocken. Diese sind zum Teil Beschädigt und hängen teilweise herab und stellen keinen angemessenen Schutz vor z.B. Schnee dar. Die Giebelwand ist eine Fachwerkwand die mit Klinkern ausgemauert wurde. Leider nur einen halben Stein Stark. Also auch recht kühl. Die Kniestockhöhe beträgt rund 1m. In dem Bereich sind die Fassadenbretter direkt auf die Holzbalken genagelt.




Ich habe nun einige Fragen zum Aufbau der Dämmung.

Ich hatte mir für die Dämmung des Daches bereits Folgenden Aufbau zurecht gelegt.
- 30mm Belüftungsebene
-Unterspannbahn
-30mm Luft
-160mm Mineralwolle WLG 036
-Dampfbremse
-30mm Lattung mit untersparrendämmung
-Gipskarton

Der obere bereich des Daches soll kalt bleiben, also die Decken im selben Aufbau gedämmt werden. Wäre es bei diesem Aufbau ratsam die Pappdocken zu entfernen um die Luftzirkulation zu verbessern?

Ich denke das dieser Aufbau passen sollte. Ich bin allerdings mit der Dämmung der Giebelwand noch völlig unschlüssig wie ich es machen soll und wie der Anschluss der Dachdämmung z.B. mit einer Außendämmung an der Giebelwand Harmoniert.


Ich habe nun in den PDF-Dateien hier auf der Seite einen Aufbau entdeckt der Völlig ohne Folien und der gleichen auskommt. Der Aufbau wurde wie folgt beschrieben:

-diffusionsoffene Unterspannbahn
-Kapilaraktiver Dämmstoff
-Luftdichte innenbekleidung

Allerdings wird dieser nur Kurz beschrieben und nicht im Detail erläutert. Doch hier steckt ja nun meist der Teufel. (zu finden ist das ganze Beim Lesestoff. Grundsätzliches zur Dachdämmung von Herrn Bötcher) Kann mir jemand etwas zu solchen Aufbauten sagen? Grundsätzlich wäre vielleicht noch zu erwähnen das der Raum unterm Dach nur als Kinderzimmer genutzt werden soll und keine Bäder oder der gleichen geplant sind.

Ich bedanke mich Voraus für eure Ratschläge

Ps. eine Frage hätte ich noch am Rande. Das Haus gehört zu einem standardisierten Typ welcher für die Flüchtlinge des Zweiten Weltkrieges gebaut wurde und es soll wohl irgendwo noch die Pläne für diese geben. Kann mir da jemand vielleicht einen Tip geben wo ich diese her bekomme?

Vielen Dank

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