Pilz im Gewölbekeller


14.01.2020 Janine92 29 458

Hallo ihr lieben,
Wir haben vor kurzem ein Haus mit Baujahr um 1900 gekauft. Dieses hat einen alten natursteingewölbekeller welcher mit kalkputz überzogen ist und einen naturlehmboden. Der Keller an sich ist sehr feucht was bei Gewölbekellern an sich ja normal ist. Im Keller befinden sich aber au 3 Holzbalken und eine holzkonstruktion wo wohl früher des Gemüse gelagert worden ist. Der Keller wurde vor dem Kauf von einem Gutachter begutachtet und diesem ist nichts ungewöhnliches aufgefallen außer dass dieser halt sehr feucht ist und daher kein Holz drin stehen sollte. Nun gut dachten wir , das Holz steht ja nun schon immer da unten und da ist bisher nichts passiert. Das Kellerfenster stand Sommer wie Winter immer offen und ich habe Kondenswasser an den Wänden bemerkt und dieses daher geschlossen und Lüfte nun nur morgens bzw wenn es kalt und trocken ist und nicht wärmer oder feuchter draußen über die Türe. Nun habe ich gestern zufällig diese Pilze vorgefunden. Der wurzelartige (Kellerschwamm ?) wächst an der Mauer sowie auf den Holzgestell und hinter dem Holzbalken an den Wänden. Das gelbe watteartige wächst unter dem Holzgestell aber so wie ich sehen konnte nicht an den Balken oder der Wand. Mir stellt sich nun die Frage, ist das auch der Kellerschwamm oder wieder ein anderer Pilz wie der hausschwamm ????
Bilder habe ich beigefügt. Ein Bekannter von uns wollte es sich in ca 2 Wochen anschauen da er vorher keine Zeit hat. Nun die Frage, kann ich solange warten? Soll ich einen anderen Fachmann aufsuchen ? Gibt es gute im enzkreis / Pforzheim ? Soll ich das Holz vorher schon rausräumen oder erst auf den Fachmann Warten? Und Vorallem soll ich das Fenster nun doch wieder dauerhaft öffnen?

Vielen Dank

Foto


14.01.2020 Janine92

Anbei noch Bilder

Bild


14.01.2020 Janine92

Kellerschwamm?

Bild


14.01.2020 Janine92

Was ist das für ein Pilz ?

Ich als


14.01.2020 Major_domus

gebranntes Kind würde bei einem Schimmel im Haus immer nervös werden.
Aus meiner Sicht also sofort das Holz raus und den Schwammkörper mit den bekannten Hausmitteln (Ethanol, Essig ...) zu Leibe rücken. vorher zur Sicherheit eine Probe nehmen und in ein Labor schicken.

Forum ist falscher Ort


14.01.2020 Lippe

Guten Tag,

Bei einem so massiven Pilzbefall ist schnelles Handeln wichtig. Hier im Forum kann Ihnen da keiner einen wirklich objektiven Rat geben. Soweit der Bekannte nicht explizit vom Fach ist, würde ich auch in diesem Fall nicht unbedingt auf dessen Rat hören. Es könnte sich um Kellerschwamm handeln, aber auch jeder andere Schwamm ist denkbar.

Hier würde ich unbedingt auf einen Sachverständigen zurückgreifen, der entsprechend hier auch gleich ein Sanierungskonzept entwickelt. Aber es ist möglich, selbstständig Proben in ein Hamburger Institut zu schicken.

Wichtig ist nun ein schnelles Handeln, damit nicht noch ein größerer Schaden entsteht und sich der Pilz im ganzen Haus ausbreitet.

Pilze


14.01.2020 bonotho

mögen keine Zugluft, wenn es dir also möglich ist irgendwie für Zugluft zu sorgen, gerade jetzt im Winter, und das ohne den Pilz in anderen, unauffälligen Räumen zu verteilen, würde ich das tun. Gerade jetzt im Winter irgendwelche Luken und Fenster offen halten, damit die kalte, trockene Luft durchziehen kann. Das würde ich in der Zwischenzeit tun, solange noch kein Fachkonzept zu der Frage erarbeitet ist. Um den Organismus aber zu beseitigen und dauerhaft zu vermeiden, dass der zurück kommt sollte unbedingt ein Fachbetrieb ran.

Tragen die Hölzer,



oder sind das nur entbehrliche Einbauten?

Grüße

Thomas

Braune Kellerschwamm (Coniophora puteana)



Das Mycel sieht aus wie von einem Braunen Kellerschwamm (Coniophora puteana). Aber es scheint kein SL zu sein, also ist die Bekämpfung etwas einfacher. Rückbau. Entsorgung aller befallenen Holzteile. Alle befallenen Mycel- und Fruchtkörper-Bereiche säubern. Ich würde immer noch abbrennen und ggf. ein Mauerwerksgeeignetes Mittel (z.B. Adolit M) von einer Fachfirma einbringen lassen.
Das ist übrigens kein "Schimmel" sondern sicher ein Holzzerstörender Pilz. Für was der arme Schimmel immer seinen Namen hergeben muss.

Viel Spaß mit der weiteren "Zucht" - M.Mattonet - Ingenieurbüro Bergisches Land

Weiteres Bild


15.01.2020 Janine92

Habe unter dem nächsten Regal nochmal den Pilz gefunden da sieht man ihn evtl noch besser. Einen Fachmann habe ich bereits kontaktiert dieser kann aber erst Anfang kommender Woche kommen ?? solange es „nur „ der Braune Kellerschwamm wäre, wäre ich noch beruhigt solange das weiße nicht der echte Hausschwamm ist.

Oha



Der sieht nicht mehr nach Kellerschwamm aus. Weißes Mycel das derartige Stränge ausbildet kann durchaus ein viel ernstzunehmender Holzzerstörer sein. Ich würde weiter beobachten bis dein Fachmann kommt. Im Zweifel, der nach dem Bild bei mir durchaus hoch kommt, muss die Bekämpfung sowieso eher wie eine Hausschwammbekämpfung vorgenommen werden.
Schönes Beispiel, das einzelne Bilder durchaus kein endgültiges Urteil erlauben.
Würde mich freuen zu hören, was am Ende dabei raus kommt.
Halt usn doch bitte mal auf dem laufenden. Danke.

Ja


15.01.2020 Janine92

Das dachte ich mir schon da ich im Internet bisher nichts finden konnte dass die Stränge beim Kellerschwamm mit so einer Art spinnwebenschicht überzogen sind. Die Bilder kamen bei meinem Vergleich eher dem Jungen mycel des hausschwammes nahe wobei diese ja gerne mal zusammen auftreten. Das junge mycel des Kellerschwamms sehe ich im Keller auch dieses ist dann sehr hell beige und nicht mit einer watteschicht überzogen ??

Abwarten


15.01.2020 Tobias Dietrich

Hallo,

anhand der Bilder ist eine Definition des Pilzes schwer möglich. Hier bräuchte es Holzfeuchtewerte sowie Lufttemperatur und Luftfeuchtigkeit und eine vor Ort Begehung.
Sorgen Sie für Zuluft, dass ist der Feind Nummer 1 für Bauholzpilze, speziell für Hausschwamm. Unter optimal Bedingungen kann in 2 Wochen schon viel passieren, aber eine Totalzerstörung nicht.....

Off-Topic:
Eine Hausschwammbekämpfung mit Mauerwerkstränkung (Wachstumssperre) macht man genau nur dann, wenn man auch den echten Hausschwamm hat. Alles andere entspricht nicht der Norm und führt zu keinen weiteren Erfolgen außer im Portemonaie der Firma.....
Ich Frage mich immer wieder, wieso immer so ein Unfug verbreitet wird.

Halten sie uns auf dem laufenden und Lüften sie den Keller.

Mit freundlichen Grüßen,

Tobias Dietrich
Sachverständiger Holzschutz
Sachkundiger für Holzschutz am Bau

Wieso so ein Unfug verbreitet wird.



Danke für die Info zur Mauerwerkstränkung. Den Unfug verbreiten nicht nur die Vertreter sondern sogar die Techniker von Remmers. Es wird dort behauptet das dieses Material angeblich sogar eine bekämpfende Wirkung habe. Das es nicht der "Norm" entspricht ist bekannt, aber wenn es trotzdem hilft ggf. im Mauerwerk verbliebene Mycelreste, nach dem Abflämmen an dem weiteren Wachstum zu hindern wäre es trotzdem sinnvoll. Würde da gerne mehr erfahren, wenn dies nicht der Fall ist. Wenn es nix bringt kann man das ja gut einsparen. Hast du weitere Infos dazu?

Vielen Dank


15.01.2020 Janine92

Ich habe seit gestern die ganze Nacht für Durchzug gesorgt. Heute soll es ja aber an die 15 grad hier geben und damit wäre es aussem wärmer wie im Keller. Ist es dann nicht sinnvoll ich schließe alles und mache es erst wieder abends auf um mir nicht wieder die feuchte in den keller zu holen?
Auch stellt sich mir die Frage, wenn die Probe entnommen ist und bis das Ergebnis da ist, soll ich das befallene Holz entfernen oder drin lassen bis auch der Rest bekämpft wird ? Würde sich der Pilz dann neues Holz suchen wenn seine jetzige nahrungsquelle nicht mehr da ist ? Er ist an einem Teil auf die Wand Übergewachsen jedoch sicher nur angehaftet mit dem spinnenwebenflaum also sichtbar noch nicht weitgehend auf der Wand ausgebreitet.

Holzzerstörende Pilze


15.01.2020 ole

Hi
Ich rate Dir dazu eine Probe vom Mycel zu entnehmen und an einen Profi zu schicken!

Ich habe meine Pilzproben nach Hamburg geschickt und die Sanierung auf der Bestimmung hin aufgebaut.
http://www.ifholz.de war die Adresse meiner Wahl

Die Sanierung eines holzzerstörenden Pilzes ist machbar aber geht mitunter mit erheblichen Eingriffen in die Substanz und Kosten einher - kann ich ein Lied von singen.....
Desweiteren würde ich mich mit dem Gutachter auseinandersetzen, denn der hat keinen Schaden gesehen!
Hast du das schriftlich ?
Der Befall stellt einen erheblichen Mangel dar und kann unter Umständen zur Rückabwicklung des Kaufvertrages führen, gerade dann wenn er versteckt wurde.

Rechtliche Beratung und ein Sachverständiger in Sachen Holz- und Bautenschutz ist zeitnah anzuraten!
https://www.dhbv.de

Glück auf!
ole

Schmutz an der Wand


15.01.2020 bonotho

Die Wand ist ja i.d.R. nicht steril oder vollständig sauber, sondern auch mit organischen Substanzen bedeckt, z.B. alte Spinnweben, Staub, Milbenkot, oder sogar tatsächlich irgendwelche organische Farbbestandtteile oder sog. "Kunststoffveredelungen" in Putzen, das kann alles Nährstoff für Schimmel sein. Bei optimalen Bedingungen schimmelt jedes Staubkorn und breitet sich schimmel sogar auf einer an sich unbedenklichen Glasplatte aus.

Ich bin kein Pilz- oder Schimmelexperte, aber was mir am meisten zu denken geben würde ist wie es sein kann dass in dem Keller wohl Bedingungen herrschen wie in einem Pilzzuchtschrank. Es ist wohl warm, dunkel, feucht und die Luft steht. Am einfachsten ist es meist die stehende feuchte Luft abzustellen, durch bewirken von Zugluft. Dazu muss man weder heizen, Wände trockenlegen, Fundamente öffnen, Mauern abdichten, Injizieren oder sonstwas. Aber einen Altbaukeller mit leicht feuchten Wänden Luftdicht zu "dämmen" führt genau zu solchen Bildern wie diesen hier. Das eine ist das analysieren und Beseitigen des Pilzes, das andere ist aber die Analyse der Ursachen für dieses paradisische Pilzklima. Als wir im Keller allesamt neue Kunststofffenster bekommen haben ging es auch los mit Schimmel und Stockflecken. Erste Maßnahme: Die Fenster offen zu lassen oder die Gummidichtungen rauszunehmen damit sie nicht mehr dicht sind. So haben wir weitere Schäden vermieden.

Die Kirche im Dorf lassen


15.01.2020 Holger

Zu aller erst würde ich erst mein keinerlei überstürzte Aktionen durchführen. Lassen Sie in Ruhe einen Experten, keinen Vertreter einer Sanierungsfirma, sondern einen Sachverständigen darüber schauen. Dann können Sie auch in Ruhe allerlei andere Schritte planen. Folgendes gebe ich aber zu bedenken:

Erstens: ob tatsächlich ein Widerruf des Kaufvertrages möglich ist, sollte juristisch exakt geprüft werden. In den allermeisten Fällen enden solche Streitigkeiten vor Gericht und Kosten wesentlich mehr Geld, als jede ordentliche Sanierung. Tatsächlich stellt der Befall mit Hausschwamm einen massiven Mangel dar, der auch beim Wiederverkauf des Hauses angegeben werden muss. Ob sie wirklich so weit gehen wollen, ist also von ihrer Zukunftsplanung, ihrem Budget und ihre Ausdauer mit höchst stressigen Situationen abhängig.

Zweitens: handelt es sich wirklich um Hausschwamm, sind die Schritte der Sanierung relativ überschaubar. Zu aller erst muss der Raum beziehungsweise die Räume von den anderen Räumen getrennt werden, damit keinerlei Sporenausbreitung möglich ist. Dann werden sämtliche befallenen organischen Materialien sorgfältigst entfernt. Des Weiteren müsste in einem Umkreis von mindestens 1 m ab dem letzten Befall auch das organische Material entfernt werden. Das Mauerwerk in diesem Bereich wird vom Putz befreit, meist werden die Fugen ausgekratzt, abgeflammt und ein gifthemmendes Mitteln injiziert. Handelt es sich nicht um den Hausschwamm, bleiben die Sanierungsschritte die gleichen, nur der zu sanierenden Preis reduziert sich von 1 m auf etwa 50 cm und das Mauerwerk musst nicht speziell bearbeitet werden.

Drittens: der Schwammbefall ist kein Bauschaden sondern ein Ergebnis eines Bauschadens. Alle teuren Beseitigung and haben keinerlei Wirkung, solange der Keller so massiv nass ist. Bedenken Sie auch, dass das vergangene Jahr relativ trocken war. Nach der Schwammbeseitigung muss also auch eine Trockenlegung des Kellers erfolgen. Hier geht es nicht darum, den Keller zu einem Wohnheim zu gestalten, sondern diesen nutzbar zu machen, um solch negative Folgen zu vermeiden. Bleibt die Sanierung des Kellers aus, ist ein erneuter Schwammbefall höchstwahrscheinlich.

Mauerwerksbehandlung


16.01.2020 Tobias

@ Hr. Matonet

Die Mauerwerksbehandlung wird mit einem Pilzwidrigen Mittel durchgeführt. Dieses stellt eine sogenannte Wachstumssperre dar. Der Hausschwamm ist in der Lage, wenn er denn Nahrungsangebot hat (Holzdübel in der Wand, etc.) in den Fugen weiter zu wachsen und, wenn denn die Bedingungen stimmen anderes Holz zu befallen. in dem Fall die Lagerhölzer des EG. In den Fugen Wachsen können im übrigen auch andere Pilze, aber sie brauchen witerhin ihre Nahrungsquelle und die Feuchte. Der Schwamm kann auch nach einiger Zeit und einer Auffeuchtung wieder aus der Wand wachsen. Das können die anderen nicht. Das heißt, man muss auch sehr genau überlegen, wo man die Wachstumssperre anlegt. Die Norm sagt, 1,5m um den Befall. Das hieße im Keller zum Beispiel aauch nach unten. Das ist natürlich Käse und wurde in der neuen Überarbeitung gekippt. Wenn aber zum Beispiel in bestimmte Richtungen kein Holz und organisches Material mehr vorhanden ist, kann man unter Umständen auch in diese Richtung auf diese Sperre verzichten. Wird in dem Fall zum Beispiel alles Holz aus dem Keller entfernt, reicht es eine Sperre Richtung EG anzulegen, sollten da Hölzer verbaut sein. Es ist also höchst individuell zu entscheiden, was Kosten sparen kann. Über eine Behandlung im Natursteinmauerwerk kann man sich sowieso streiten. Da läuft ihr Mittel überall hin, wird aber seltenst alle Fugen erwischen.

Deshalb Regel Nummer eins: Feuchteursache abstellen, Lebensbedingungen verändern. Mit absprache von Bauherren, die das Objekt selber nutzen, kann man daher auch Sonderlösungen weit weg von der Nom durchführen.

@ Generell

Schauen Sie mal, was an der Nutzung des Kellers verändert wurde. Dieser Keller steht vermutlich schon mehr als 1 Jahrhundert ohne Schäden. In jüngster Zeit wurden die Bedingungen so verändert, das ein Pilzbefall möglich ist. Da die Feuchte auf keinen Fall in den Griff zu bekommen ist, muss es an Temperatur und Zuluft liegen.

Sind denn die Hölzer darin tragende Konstruktionshölzer? Das sieht man auf den Bildern nicht wirklich.

Tobias Dietrich
Sachverständiger für Holzschutz
Sachkundiger für Holzschutz am Bau

Mauerwerksbehandlung


16.01.2020 Janine92

Hallo,
Leider kann ich nicht genau sagen, ob ich den Kellerschwamm schon vorher gesehen habe. Auf einer Kiste im 2. Abteil des Kellers sind ausgetrocknete, teils abgekratzte wurzelähnliche gebilde. Auch meine ich mich zu erinnern, dass ich so ein Gebilde vor paar Wochen auf dem nun mit dem weißen Pilz befallenen Regal gesehen habe und damals eher an eine kleine Wurzel dachte, bis sich das nun auf der Wand verbreitet hat. Der weiße Pilz war definitiv nicht da bzw nicht sichtbar, da ich furchtbare Angst vorm Schwamm habe, schaue ich alle paar Wochen den kompletten Keller durch und da war nichts bis jetzt. Verändert habe ich, dass ich das Fenster geschlossen habe (stand immer offen auch im Sommer) und nur noch die Türe geöffnet habe wenn es nicht geregnet hat oder zu warm war, da sich auch sonst Kondenswasser überall gebildet hatte. Der Keller ist nur von außen erreichbar und von der restlichen Wohnung völlig abgetrennt.
Ich habe oft ca 3-4 mal am Tag für 15 Minuten gelüftet bei kaltem trockenen Wetter sowie an Regenwetter nicht und wenn’s wärmer war nur morgens und abends. Hat offenbar aber wohl nicht gereicht ??

Keine Angst


16.01.2020 Holger

Liebe Janine,

Sie brauchen auf keinen Fall irgendwelche Angst zu haben. Alles ist reparabel und auf keinen Fall so schlimm, wie Sie es gerade darstellen. Lassen Sie einfach in Ruhe einen Experten drüber schauen und die Sache geht in Ordnung.

Die wurzelähnlichen Stränge könnten theoretisch das Myzel des Schwamms sein. Geben Sie die Informationen einfach weiter, wenn der Gutachter da ist.

Zum Lüftungsverhalten: ein alter Keller kann nicht gelüftet werden wie eine Wohnung. Sobald es draußen kühler ist als im Keller, können Sie durchaus die Fenster immer etwas offen lassen. Sie können sich auch nach der Sanierung einmal mit möglichen elektronischen Lüftung mit Taupunktsteuerung beschäftigen.

Aha!



"Auf einer Kiste im 2. Abteil des Kellers sind ausgetrocknete, teils abgekratzte wurzelähnliche gebilde."

Das würde ich dem Sachverständigen zeigen und Ihn bitten, ob er (vertuschte?) Anzeichen eines älteren Befalles suchen kann. Wenn die Vorbesitzer von dem Befall wissen mussten, wäre das ein Grund, auf Schadenersatz zu klagen wegen arglistiger Täuschung. Schließlich wird die Sanierung Geld kosten.

Dem tiefenentspanntem Posting meines Vorredners stimme ich nicht zu, es ist zügiges Handeln (auf sachverständiger Basis!) gefragt. Zwischen "Schwamm" und "Schwamm" gibt es beträchtliche Unterschiede in den Konsequenzen eines Befalles.

Wir haben damals eine Wohnung in unserem jetzigen Haus bezogen (zunächst als Mieter), und die Vormieterin wollte noch 25 Zentner frische Kohlen bezahlt haben, die sie kurz vorher anliefern ließ. Nach kurzer Zeit überwuchs ein Echter Hausschwamm die frischen Kohlen, und darunter fanden sich zugeschüttete Fruchtkörper. Hätten wir das Haus damals schon gekauft, hätten wir es mörderisch krachen lassen. Aber der damalige Eigentümer (kommunales Unternehmen) war im Nachwendejahr mit sich selbst beschäftigt. Die Sanierung war später aber relativ problemlos, weil es darüber keine Deckenbalken gab (preussische Kappendecke). Alles Holz in den Garten und umgehend verfeuert, Putz bis in die Fugen entfernt, alles abgeflammt, Kalkputz. Aussen Trockenlegung + Drainage. Für das Durchschneiden der Wände in Höhe Fußboden Keller hat das Geld nicht gereicht, aber das Haus steht auf Sand / Kies, somit nicht im Nassen. Die Kellerräume sind jetzt gut beheizt und belüftet, was sicherlich auch dazu beitrug, daß wir seit 1998 pilzfrei sind.

Noch 'mal die Frage: Sind tragende Bauteile, also Deckenbalken, betroffen? Oder handelt es sich nur um Einbauten?

Grüße

Thomas

Hallo


17.01.2020 Janine92

Es sind aus erster auch keine Balken betroffen. Die tragenden Balken die ich dachte, sind nur die Ständer des Regals und nicht mit der Wand fest verbaut, erkennt man an einem kleinen Zwischenraum. Somit wären aktuell nur die Gegenstände inkl einer mini Fläche der Wand betroffen.

Wie gesagt


17.01.2020 Holger

.... liebe Janine,

Wie ich schon schrieb, lassen Sie sich nicht heiß machen. Auch die Antwort von Herrn Böhme sollte sie nicht beunruhigen. Kein einziger, der halbwegs souverän auftreten möchte, kann hier eine objektive Meinung abgeben, da keiner vor Ort ist und noch nicht einmal annähernd bestimmt ist, um welchen Pilz es sich handelt.

Nun warten sie die Begutachtung ab. Diese sollte tatsächlich jetzt schnellstmöglich erfolgen. Danach können Sie sich erneut im Forum melden und um weiteren Rat fragen.

Lieber Holger,



scheinbar möchten Sie sich als Forumsseelsorger profilieren? Das ist eine nette Ergänzung, hatten wir noch nicht.

Aber bitte, feilen Sie an Ihrer Sprache.

Sie meinen, meine Meinung wäre nicht objektiv? Und das werfen Sie mir indirekt vor? So ein Blödsinn! Meine Meinung ist eine Meinung, die ich mir wie Jeder andere auch aufgrund der knappen Infos gebildet habe. Ich habe nicht den Anschein erweckt, die Objektivität gepachtet zu haben. Wann ist eine Meinung je objektiv? Ich habe keine Fernpilzbestimmung durchgeführt und auch keine Handlungsempfehlung gegeben (wie könnte ich das aus der Ferne), sondern nur eine praktizierte erfolgreiche Vorgehensweise geschildert (die in meinem Fall aufgrund guter fachlicher Untersetzung funktioniert hat). Das hilft der Fragestellerin vielleicht beim Gespräch mit dem Sachverständigen.

Die Fragestellerin soll sich "nicht heiß machen lassen", aber unverzüglich handeln. Aha.

Und wenn der Sachverständige da war, kann die Fragestellerin hier wieder um Rat fragen? Zur Seelsorge? Die konkrete Vorgehensweise wird ihr ja hoffentlich vom SV empfohlen.

Derartiges unverbindliches Gewäsch, aus dem Jede/r herauslesen kann, was ihr oder ihm am Besten passt, ist m.E. überfüssig. Es sind hier Viele unterwegs, die sich (nicht wie die Fragestellerin!) nur ihre falsche Meinung bestätigen lassen wollen. Die lesen hier stumm mit, und produzieren dann wundervolle...Bauschäden.

Das Forum hat ganz klar da Grenzen, wo die fachliche Expertise vor Ort gefragt ist. Ich bin der letzte, der das hier je bestritten hätte.

Ein unverpilztes Wochenende wünscht allerseits

Thomas

Was ist eigentlich


17.01.2020 Methusalem

Was ist eigentlich aus dem alien-artigen Superpilz von neulich geworden?

Manchmal ist weniger mehr


17.01.2020 Holger

Lieber Thomas,

Wenn Sie die Antworten alle einmal durchlesen, drehen sich alle völlig im Kreis. Anhand eines Fotos, mit einem alten Holzbalken, kann hier nicht zur Rückabwicklung des Kaufpreises, zu umfänglichen Sanierungsmaßnahmen nach der DIN bei Hausschwammbefall oder gar in direkt zum Einbau einer Dränage und kostenintensive Einbringung einer Horizontalsperre geraten werden. Es ist nicht mal klar, ob das Holz überhaupt eine Funktion erfüllt, außer im Raum zu stehen. Wir alle hier im Forum können maximal eine Meinung abgeben, aber kein Urteil.

Angst, so wie es die Themenstellerin direkt formuliert hat, sollte unbedingt vermieden werden, da in diese Situation zu schnell zu falschen Handlungen tendiert wird. So wie es sich darstellt, scheint der Pilzbefall kein Neuer zu sein, damit hat man auch ein paar Tage Zeit, ganz nüchtern und realistisch die Situation zu betrachten.

Liegt ein Gutachten mit entsprechende Bestimmung des Pilzes, umfänglichere Angaben zur Art des Kellers, zur Gestaltung der Decke und Abgrenzung zum Erdgeschoss, zur Position des Hauses im Hang, zum Grundwasserspiegel, etc. vor, können erneut Ratschläge gegeben werden.

Ohne Ihnen nahe zu treten, bringt aber der Fragestellerin in ihrer aktuellen Lage die Antwort: „ Alles Holz in den Garten und umgehend verfeuert, Putz bis in die Fugen entfernt, alles abgeflammt, Kalkputz. Aussen Trockenlegung + Drainage. Für das Durchschneiden der Wände in Höhe Fußboden Keller ...“, auch wenn es Ihre persönliche Antwort bzw. Erfahrung ist, nix. ganz im Gegenteil. Daher mein Hinweis zur Souveränität.

Es handelt sich ja aktuell nur um ein vergammeltes Regal und ein paar Holzbalken. Betrachtet man die Situation nüchtern, ist es mehr als fraglich, dass es sich wirklich um den Hausschwamm handelt. Es ist genauso wahrscheinlich, dass die Analyse eher einen gewöhnlichen Sporling, Kellerschwamm etc. zu Tage führen wird.

"Manchmal ist weniger mehr"



Lesen Sie Ihre wundervolle Überschrift, und setzen Sie diese doch 'mal spielerisch in's Verhältnis zum restlichen Beitrag.

Ok


17.01.2020 Holger

1:0, der Punkt ging an Sie ??

Pilz



Haben gerade so einen Fall saniert. Ruhe bewahren und mit Sinn und Verstand an die Sache rangehen. Fachmannvor Ort holen . Aufgrund einiger Bidchen hier Aussagen zu treffen finde ich fast schon unseriös. Keiner kennt den Keller.