Bodenanschluss Innendämmung Holzbalkendecke


02.09.2020 Nicolai9 6 167

Liebe Forumsmitglieder,

Ich saniere ein Bauernhaus BJ ca 1920. Das Untergeschoss ist zweischalig gemauert. Das OG wurde aus 24er Massivwänden gebaut.

Es geht nun um die Fertigstellung des Dachinnenausbaus bzw. Verkleidung des Kniestocks.
Die Decke ist eine Holzbalkendecke. Auf den alten Dielen wurde vom Vorbesitzer auf einer zusätzlichen Unterkonstruktion ein neuer hochwertiger Dielenboden eingebaut. Zwischen der neuen Unterkonstruktion liegt Steinwolle.
Die alten Dielen sind über den Mauerinnenspalt vom UG "unterlüftet".
Der neue Boden wurde im Kniestockbereich nicht bis an die Wand, sondern bis an die damals existierende Rigipsverkleidung herangeführt. Diese alte Rigipsverkleidung haben wir nach Marderbefall herausgenommen.

Im Untergeschoss läuft es voraussichtlich auf eine Einblasdämmung hinaus. Hier sind wir uns nach einigen Jahren überlegens immer noch unsicher ;)
Die Dachfläche haben wird letztes Jahr mit einer zwischen- und Untersparren-Dämmung gedämmt.

Heizung ist aktuell Ölheizung, soll ggf später auf eine Wandheizung umgestellt werden, d.h. ein Aufbau, der eine spätere optionale Nachrüstung einer Wandheizung erlaubt wäre günstig.


Nun würde ich gerne im OG an der Wand vom Kniestock wegen Zugluft und sauberkeit und ungezierfergefahr unter der alten decke den Bodenanschluss von der Wand an den neuen Dielenboden herstellen. Das würde ich gerne gleich als Innendämmung ausführen, da ja ggf keine Fassadendämmung mehr kommt.

Was mir Gedanken macht, ist der Anschluss der Innendämmung an den alten Dielenboden. Wie würdet ihr das konstruieren?

Innendämmung


02.09.2020 Pope

Hallo, einzelne Teile Deiner Beschreibung verstehe ich nicht, z.B. wie die alten Dielen aus dem Mauerinnenspalt belüftet werden, das hieße ja, die weiße Wand, die wir auf dem Foto sehen ist die äußere Schale des Mauerwerkes und die innere reicht nur bis unter die Dielung? Welcher Art soll denn die Innendämmung sein ?

Weitere Info besprechen



Es ist zwar eine gute detailierte Beschreibung, aber es bedarf vieler weiterer Informationen.
Ich habe ihnen eine Mail geschrieben, wo wir uns dazu einmal besprechen könnten.

FG Udo

Luft unter Dielen


02.09.2020 Nicolai9

Hallo pope,

Genau das denke ich, ich weiß nicht, ob es Undichtigkeiten in der Mauerkrone sind, oder ob es planmäßig eine "Unterlüftung" der alten Dielen ist, aber im Winter zog es wirklich stark aus dem Spalt zwischen Wand und dielen. Nachdem wir die außen am Sockel befindlichen Belüftungsöffnungen abgeklebt haben, war der Zug deutlich reduziert. Also stehen die Belüftungsöffnungen außen am Sockel und der Raum unter den Dielen in Kontakt. Wenn die Öffnungen zu sind ist noch ein leichter restzug zu bemerken, den ich mir kleinen Undichtigkeiten an der Außenfassade/fensterlaibungen erklären könnte.

Der Nachbar mit einem ähnlichen Haus hat das gleiche Phänomen.
Das erste Bild war von der Giebelseite. Anbei noch ein Bild von der Längsseite, die Rigipswand habe ich wegen dem Heizkörper noch nicht vollständig entfernt.

Innendämmung


02.09.2020 Pope

normalerweise sollten Innendämmungen ohne Unterbrechung über alle Etagen bis ins Dach hinein umgesetzt werden, um Wärmebrücken zu vermeiden. Wenn ihr also Kerndämmen wollte, würde ich die alte Dielung mal probehalber auf 50 cm wegschneiden, um die Sache mit dem Spalt einschätzen zu können. Vielleicht läßt sich die Innendämmung etwas in der Mauerwerksspalt hineinverlegen.
Ansonsten empfehle ich Euch, das Angebot von Udo Mühle zum Telefonat anzunehmen, die Daten findet ihr in seinem Profil, Da habt Ihr einen profunden Kenner der Materie an der Strippe.

Objektstandort?



Ist ihr Objekt auch in Werder an der Havel?
Wenn ja, dann hätte ich um die Ecke einen guten kompetenten Fachmann, der es sich mal anschauen kann.
Die vor-Ort-Besichtigung ist immer noch der bessere Weg, gegenüber dem Internet!

Danke für die Tipps


02.09.2020 Nicolai9

Hallo,

Vielen Dank erstmal für die Tipps, hab Grade schon mit hr. Mühle telefoniert.

Mit dem Dielen aufschneiden dachte ich auch schon, aber da ich insbesondere von den teuren Dielen (jatoba) keine Reste mehr habe und zweitens Angst habe, dass in den Räumen darunter die verputzte schilfrohrdecke runterkommt wenn man von oben ich zu viel arbeitet wollte ich das ganz gerne umgehen...

Prinzipiell würde ich auch fast auf den Dämmungsaspekt verzichten, da der Kniestock ja eine eher kleine Fläche ist. Und wenn ich den Komfort/Energiegewinn von einer Dämmung dieser eher kleinen Fläche gegen den Stress/kosten von z.b. feuchten Balkenköpfen gegenrechne komme ich auf ein Recht eindeutiges Ergebnis ;)

Grüße