Anschluß Dampfbremse


28.10.2020 Misching88 4 174

Guten Abend geehrte Gemeinde

Im Zuge des Ausbaus unseres Obergeschosses ist folgendes Problem aufgetreten.

Die Dachschrägen werden mit 200mm Miwo gedämmt. Im Drempel wollte ich es genauso machen. Ich habe aber nun das Problem dass ich nicht weiß wie ich im unteren Bereich einen vernünftigen Anschluss herstellen soll. Die Deckenbalken liegen auf der Außenwand des Erdgeschosses (24er Klinker). Dazwischen ist nichts. An der Unterseite der Deckenbalken hängt die Decke der Räume darunter die bereits fertig sind.

Nun wurden mir von drei Handwerkern drei verschiedene Lösungen präsentiert von denen ich aber nicht zu 100% überzeugt bin.

1. Die Folie mit Kleber auf der Oberseite des Mauerwerkes Festkleben. Dementsprechend über die Oberseite der Balken kleben und alles von oben abarbeiten.

2. Zwischen den Balken ausmauern oder ausgießen und die Oberseite mit der Kelle glatt ziehen und dann die Folie ankleben

3. Die Folie auf den Deckenbalken etwa 30cm nach innen legen und zwischen den Deckenbalken mit Wolle ausstopfen. Also im Grunde im Zwischenboden auf die Dampfbremse verzichten.

Wollte also Mal eure Meinung dazu hören und ob es vielleicht noch andere Lösungen gibt?

Mit freundlichen Grüßen

Nochmal ein Foto


28.10.2020 Misching88

vom aktuellen Zustand

Dampfbremse


28.10.2020 Pope

wird auf die Mauerkrone geklebt, evtl vorher einen Glattstrich aus Kalkmörtel bis OK Balken.
Was ist das für eine seltsame Dachschalung, die eher einer Boden-Deckel-Schalung gleicht? Was für ein Belag ist auf dem Dach? Jedenfalls sollte eine Unterdeckbahn unter der Schalung angebracht und traufseitig ebenfalls auf die Kante der Mauerkrone geklebt werden um die Winddichtigkeit für die Dämmung zu gewährleisten

Es ist das wonach es aussieht


30.10.2020 Misching88

Hier zum besseren Verständnis nochmal ein Bild von außen.

Das Dach ist mit Betonsteinen und Pappdocken eingedeckt. Die Pappdocken haben schon hier und da unter dem ein oder anderen Untermieter gelitten. Im Dachbereich wir eine Unterdeckbahn "nachgerüstet". Also von der Innenseite mit Dachlatten gegen die Sparren geschraubt. Mittig von den Sparren wird eine weitere Latte angebracht um eine Rinne auszubilden um das eventuell anfallende Wasser vom Sparren möglichst wegzubekommen und um eine Belüftungsebene sicherzustellen. Unter der Pfetten wurden Deckenbalken eingezogen. Der Bereich da drüber bleibt kalt.

Es geht mir wie gesagt um den Anschluss der Dampfbremse im Fußbodenbereich des OG.

Im EG befinden sich Schlafräume eine Küche und ein Bad. Im Bad wurde an der Decke eine Dampfsperre installiert und mit grünen gkb alles zu gemacht. In der Küche gibt es die Dampfsperre nicht die Decken wurden aber auch mit den grünen Platten verkleidet.

Die Meisten Vorschläge die mir gemacht wurden gehen in die Richtung die Dampfbremse bis zu Fußboden zu verlegen und im Bereich zwischen den Deckenbalken auf diese zu verzichten und die Zwischenräume einfach mit Dämmung auszustopfen. Die Frage die mich beschäftigt ist halt ob in diesem Fall mit Feuchtigkeitsschäden an den Balkenköpfen zu rechnen ist. Winddicht wird das ganze durch eine außenseitig aufgebrachte Unterspannbahn. Danach soll wieder eine Bretterschalung drauf.

Beste Grüße

Feuchteschäden an Balkenköpfen


30.10.2020 Pope

damit ist nicht zu rechnen, weil die Balkenköpfe ja über ihre Stirnseiten , die ja offen sind, die Feuchte abgeben können, außerdem auch über die Flächen ins Mauerwerk und von dort über Kapillarwirkung nach außen.
Beschädigte Docken: Ich finde es kritisch, eine schadensträchige Dachhaut nur abgesichert durch eine Ersatzunterdeckbahn hinter einer Dämmung verschwinden zu lassen.