Bodenfrost an der Wasserleitung


01.11.2020 Michaelbws 9 217

Hallo liebe Fachwerker,
Ich lese hier schon eine Weile mit, und habe jetzt mal eine Frage..
Gibt es eine Möglichkeit die Tiefe von Wasserleitungen herauszufinden, ohne aufzugraben?
Es geht um ein Häuschen mit eigener Quelle, die wir gerne im Winter bewohnen wollen, und wo sonst das Wasser abgelassen wird, da die Rohre wohl nicht sehr tief liegen.(Pläne sind leider keine da)
Das Häuschen ist in den Alpen auf 750 m ; es ist nicht unterkellert, steht aber ca. 40 cm erhöht. Die Wasserleitung kommt im Haus aus dem Boden, die Wände sind ca. 25 cm stark, wahrscheinlich aus Ziegeln. Baujahr ca 1965.
Ein Verteilerschacht müsste zudem irgendwie isoliert werden, würde da eventuell Styropor gehen? Wie tief müsste man den Schacht isolieren?
Außerdem gibts einen Wasserhahn außen, dessen Leitung in der Erde abgestellt werden muss, aber das dürfte wohl noch das kleinste Problem sein.

Ich freue mich über alle Tipps!
Unfrostige Grüße,
Michael

Hallo,


01.11.2020 Olaf Bernhardt

ohne Begleitheizung wird es nicht gehen.

Wasserleitung


01.11.2020 Pope

Wasserversorgungsunternehmen bzw. deren beauftragte Subunternehmen haben Ortungsgeräte, mit denen man die Lage der Leitungen erkunden kann. Ansonsten sollte ein Probegrabung ( ca. 80 cm Tiefe max) Aufschluss bringen.
PS. Wie bewohnt man eine Quelle ? :)

Bodenfrost


01.11.2020 Michaelbws

Hallo,
Eine Probegrabung wäre nicht so aufschlussreich, da das Gelände uneben ist.
Im Verteilerschacht sind die Rohre ca 50-60 cm unter Bodenniveau, falls das überall so wäre, ab welchen Temperaturen bzw. Dauerfrost wird es dann kritisch? Gibts da vielleicht Anhaltswerte?

Ps. Nein, wir wohnen nicht in einer Quelle ??, nur in der Nähe ist eine.

Frostsicherheit


01.11.2020 Pope

gemeinhin wird davon ausgegangen, dass in 80 cm Tiefe auch in einem strengen Winter Frostsicherheit gegeben ist. Die Frage ist, wieviel Tage Dauerfrost sind nötig, um euren Boden bis in die Tiefe von 50-60 cm durchfrieren zu lassen. Weiters ist zu beachten, dass bei gleichmäßiger ständiger Wasserentnahme ( und das sollte der Fall sein, wenn Ihr dort wohnt) die Gefahr des Abfrierens weiter verringert wird. Ich persönlich denke ja, dass ( auch durch Veränderung der klimatischen Verhältnisse) dies nicht mehr passiert. Ein anderer Faktor ist, wie die Quelle gestaltet ist, eingemauert, offen etc. und welche Grundtemperatur das Wasser dort bei Eintritt in die Rohrleitungen hat.
Wegen Deines PS mit den 2 Fragezeichen: Lies doch mal Deinen Eingangsbeitrag genau durch.

Bodenfrost


01.11.2020 Michaelbws

Da es sich um eine Oberflächenquelle handelt, wird das eintretende Wasser so knapp über dem Gefrierpunkt sein.

Allerdings würde das Haus mit Unterbrechungen bewohnt sein.

Da auch gelegentlich Gäste kommen sollen, müsste die Verfügbarkeit des Wassers sichergestellt sein, kurz bei Dauerfrost abstellen wäre also keine sehr gute Lösung.

Eine Tabelle mit Anhaltswerten für Bodenfrost suche ich ja noch.

Ps. Ja, da ist ein kleiner verschreiben drinne oben.

eine einfache Möglichkeit ..



..einfrieren zu vermeiden ist : laufenlassen

Lauffenlassen


01.11.2020 Michaelbws

Ja, das hatte ich auch schon überlegt.
Dann müsste allerdings der Wasserhahn im Haus offen bleiben.
Da hätte ich allerdings irgendwie ein ungutes Gefühl dabei, zb auch wegen Überschwemmungsgefahr.
Mal abgesehen davon , das da ein wasserzähler montiert ist.

Wasserzähler ?


02.11.2020 Pope

und an wen bezahlt Ihr das Wassergeld für die Quelle?

Sehr gute Frage...


03.11.2020 Michaelbws

Das Wasser muss nicht bezahlt werden, aber das Abwasser wird entsprechend von der Gemeinde berechnet, und abkassiert. Für irgendwas müssen die ja auch gut sein :-)))))
Außerdem müssen wir jetzt jährlich einen Labortest des Trinkwassers machen ( 140.-€) Trinken dürfen das Wasser dann allerdings nur Verwandte ersten Grades.:-))))) Wenn es andere trinken sollen, müsste man einen anderen Test für 850.-€ machen; dafür dürfte man das Wasser dann auch im großen Stil vermarkten.
Toll oder ? Bayern halt.