Was haltet ihr von einer Holzdusche


23.02.2021 don_ari 5 206

Hallo
Ich habe ein Video (https://www.youtube.com/watch?v=8dGL5tg7xRI) gefunden, in dem eine Dusche mit Holzwänden vorgestellt wird. Irgendwie habe ich mich in diesen Gedanken verliebt und möchte das vielleicht umsetzen. Den Herrn Breuss hatte ich bereits direkt mal per Mail angeschrieben, jedoch kann er derzeit nicht auf all seine Anfragen im Detail eingehen und hat mich nur auf ein PDF vertröstet, welches irgendwann in der Zukunft entstehen soll. Das hilft mir natürlich jetzt akut nicht weiter.
Vielleicht kann hier mir jemand helfen meine Fragen und Gedanken zu klären.

Kann so eine Lösung nur bei einer reinen Lehmwand funktionieren oder klappt das auch, wenn die Lehmsicht (zwischen Holz und Wand) auf meinem Fachwerk aufgetragen ist? Oder funktionieren sogar Lehmbauplatten?
Welches Holz würde sich dafür am besten eignen? Wie wird das Holz befestigt? Ich erkenne keine Schrauben oder andere offensichtliche Verbindungen im Video.
Wie könnte hier die Abdichtung zwischen Duschwanne und Wand gelöst worden sein? Einfach mittels Silikon?
Gibt es andere Challenges, die zu beachten sind, wenn ich mich dafür entscheiden würde?

Freue mich auf eure Antworten

Interessant...



....ist es auf jeden Fall.
Was mich als allererstes interessiert ist die Frage wie hoch der Pflegeaufwand für die Holzwände ist.
Ich stelle mir vor dass das Holz durch Seife/Duschgel/Shampoo ziemlich "belastet" wird.
Nachdem es im Film heißt dass die Dusche schon 12 Jahre alte ist, wundert mich dass man auf dem Bild (und im Film) keinerlei Flecken/Vergrauungen, o. ä. sieht.
Und generell, so wie das Ganze aussieht, könnte man meinen, da wird wohl entweder nicht so oft geduscht, oder jedes mal nach dem Duschen peinlichst sauber gemacht.....vor allem die Schattenfuge über der Duschtasse ist als "Schmodderecke" prädestiniert....

Da die Duschkabine mit Abstand frei vor den Wänden steht, passiert an dem Lehmputz nichts. Unabhängig davon ob das Fachwerk- oder gemauerte Wände sind.
Allerdings, die Aussage dass der Lehmputz dafür sorgt dass das Holz so steht wie es da steht, wage ich zu bezweifeln.

Holzdusche


24.02.2021 D.D.Armageddon

rein von der Maserung von der Holzfarbe her, sieht das nach Fichte /Tanne aus.
Für den Feuchtraum würde ich persönlich da eigentlich eher Lärche nehmen.
Die Bretter sollten getrocknet sein und gehobelt.
Halten wird das mit Sicherheit, denk mal an Holzfassaden.
Allerdings sieht das echt noch sehr neu oder selten benutzt aus.
Ich schätze mal das Holz ist mindestens gewachst, da das ansonsten nicht so bleibt.
Dielenböden werden ja auch gewachst, und da muß man auch nicht ständig ran. Alle paar Jahre halt.
Ich habe eine Treppe und Dielenfußboden aus Lärchenholz, das funktioniert prima.
Für die Befestigung gibt es mehrere Möglichkeiten.
Hier könnte es so sein, dass die Holzwand zuvor bereits als Eckelement oder einzelne Wände verschraubt wurde.
Hierbei könnte man die Bretter von hinten mit Latten verschrauben und danach komplett an die Wand schrauben, oder auch über z.B. unsichtbare Verbinder
https://www.google.com/search?q=unsichtbare+Verbinder&oq=unsichtbare+Verbinder
an die Wand machen

Schaust Du mal hier:


24.02.2021 Flanl

Lothar Janssen Greef;-"Alternatives Bad und Dusche im Altbau, Komplettdusche"
youtube.com/watch?v=zFqc4uJR_HI

Nach wie vor Skepsis



@D.D.Armageddon
Der Farbe nach würde ich sagen das ist Lärchenholz. Hier Fi/Ta einzubauen wäre ja schon fast vorsätzliche Dummheit.
Abgesehen davon, man kann eine Duschwand nicht mit Fußböden und/oder Teppenstufen vergleichen. Es sei denn man putzt diese auch täglich mit eimerweise Wasser und x verschiedenen Putzmittel.
Ich sehe das Problem weniger in der Feuchtigkeit, sprich dem Duschwasser an sich, als vielmehr in den Duchgels, Shampoos, usw.. Diese laugen einerseits das Holz aus, andererseits weiß keiner genau wie die in den Waschmittel enthaltenen Chemikalien und Fette mit dem Holz sonst noch reagieren.
In dem Video von Lothar Janssen-Greef kann man schon eher sehen wie eine Holzwand nach einiger Zeit aussieht: fleckig, vergraut, die Bretter u. U. geschüsselt, usw..

Es ist schon richtig, Feuchtigkeit an sich macht Holz nicht viel aus, wenn es immer wieder schnell genug trocknen kann. Aber eine extrem raue, verwitterte "Hochgebirgs-Heustadloptik" ist schon etwas anderes als das im ersten Video gezeigte "Edeldesign"...

Von einer festen Montage, unmittelbar auf eine Wand, wenn auch mit Unterkonstruktion, würde ich auf jeden Fall abraten. Die Bretterfugen sind und bleiben undicht! Durch die wird Wasser in/hinter die Holzwand eindringen und dort Grundlage eines "Mikrokosmos" werden.
Ich denke, die Holzwand muss unbedingt frei stehen, bzw. mindestens so weit vor einer Wand, dass eine ausreichende Belüftung/Luftzirkulation gegeben ist.

Holz + Hartwachsöl


25.02.2021 D.D.Armageddon

ja Lärche wäre von der Farbe her gut möglich.
Fi/Ta ,ist mir klar dass das erstmal aufstösst. Es ist ja eigentlich nicht für den Aussenbereich oder Feuchtigkeitsbereich geeignet.
In Skandinavien werden häufig Badezuber aus Fi/Ta gebaut und dann mit Hartwachsöl behandelt.
Auch bei uns ist das langsam im Kommen, allerdings aus unterschiedlichsten Hölzern.
Hier hat es natürlich auch Feuchtigkeitsbeständige dabei.
Die Holzzuber, egal welches Holz werden dann 2-3 mal jährlich eingeölt.
Bei einer Dusche hätte ich jetzt geschätzt, daß es da länger hält, denn in der Badewanne ist doch die Hitze in Verbindung mit Duschmittel und der dauerhaften Berührung des Wassers, sowie Abrieb beim baden denke ich wesentlich stärker.
Hierzu gibt es spezielle Pflegehinweise, und Putzanweisungen.
Die Wurzelbürste und scharfe Reinigungsmittel sind da wohl tabu.
Ich habe aber keinerlei praktische Erfahrung damit, und berichte hier nur von Erzählungen eines Bekannten, der das wohl im Bad im Elternhaus in Schweden so verbaut hat.



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