Sanierung Keller, trocken legen oder nicht- Maßnahme Empfehlung


05.04.2021 papadebaer 39 1558

Liebe Community,

Danke für eure hilfreichen Beiträge.
Zu meinen Anliegen finde keine passende Antwort.
Es handelt sich um einen typischen Keller eines Gebäudes aus dem 19 Jahrhundert. Der Keller hat ein preußisches Kappengewölbe. Leichte Hang Lage. Und die Wände bestehen aus Bruchsteinen, Sandstein und dann Ziegelmauerwerk. Der Boden ist typisch mit Lehm gebaut und darauf Ziegelsteine als Fußbodenpflaster. Die Außenwände sind erdberührend und sollen eine vertikale Sperre bekommen mit dreilagiger Noppenfolie. Damit solle laut Fachunternehmen schon 70 bis 80% der Feuchtigkeit vom Keller genommen sein. Jetzt die Gretchenfrage macht man den Lehm und die Ziegelsteine raus und durch eine Kapilarbrechende Schicht mit diffusionöffnen Pflasterstein oder Estrich Boden neu oder behält man den Boden einfach in dem Zustand wie er ist und geht permanent von einem feuchten Keller aus. Ich freue mich auf eure Meinungen zu dem Thema.

https://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/drainage-beim-sandsteinkeller-294344.html

P. S. Durch die Erneuerungen der Kanalisation und Überarbeitung der Abwasserleitung muss der Boden eh geöffnet werden. Die aktuellen Leitungen liegen mindestens einen Meter tief.
Wenn hatte ich an 60cm tief gehen gedacht mit 0/64 Schotter und dann wie bereits geschrieben Flastern oder Estrich.
Ich habe auch schon gelesen, dass man keine Estrich verwenden soll, da die Feuchtigkeit den Wasserdruck unter dem Boden auf die Seitenwände erhöht.
Eine horizontalsperre gibt es im Gebäude nicht!

Würde mich freuen wenn der Trade mit einem Ergebnis und nicht wie anders einfach versandt.

Bilder


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P. S. Mauerwerk wird der Putz an der Wand sowie Decke abgeschlagen und dann blank gelassen.
Zum mindestens so meine Vorstellung.
Ggf. gibt es gute Gründe für eine verputzte Variante?!?

Mir wurde jetzt auch schon gesagt, dass zu trocken für die Bauphysik und den Sandstein schlecht wäre..
Warum, wurde nicht gesagt ausser die wussten schon wie früher gebaut wurde...
Aber da hatte man auch keine Kühlschrank sondern eben den feuchten Keller.

Danke!


06.04.2021 Mario

Eigentlich ist die Sache recht einfach. Wenn es um den baulichen Erhalt geht, kommt man oft mit ein paar zurückhaltenden Maßnahmen aus.

Die Feuchtigkeit im Keller hat immer mehre Ursachen die im Zusammenhang zu betrachten sind und ist je nach Nutzung in einem "gesunden" Gleichgewicht auch meist tolerabel. Ob nun hier einer einzelne Maßnahme pauschal eine Qualität und quantitative Bedeutung zuzuschreiben ist, ist mehr Ausfluss einer hier häufig anzutreffenden "Expertentümelei" die müßig ist soweit man nicht konkret einen realen Bezug herstellt.

Ich strebe hier immer ein enges Verhältnis von Kosten und Nutzen an ,was oft dadurch gelingt, das man sich bei Materialen und handwerklicher Ausführung an dem bauzeitlichen Zustand orientiert.

Die Wände sollten nach Entfernung von Putz und Mauersalzen wiederum einen soliden mineralischen Verputz erhalten. Ein Putz verbessert das Trocknungsverhalten der Wandbildner und speichert zeitweilig schadlos neuerliches Tauwasser und lässt sich besser "bauhygienisch" pflegen.

Der Boden kann wie der Bestand mit Ziegelpflaster erneuert werden. Gut bewährt hat sich auch ein Kalkestrich aus Baustellenmörtel, der "wasserdicht" ist. Für den Unterbau aus Schotter sollte aber der Baugrund nicht so tief abgegraben werden.

At Mario


06.04.2021 papadebaer

Hallo Mario, danke für dein Beitrag.

Also ich entnehme deine Rückmeldung, dass du dennoch für die Entfernung von Lehm und Ziegel bist bzw. Lehm belassen und neu Pflastern bzw. Schottern und Kalkestrich.
Zwischen Schotter und Estrich noch ein Bitumbahn oder Folie?
Was heißt bei dir nicht zu tief?

Wie siehst du es mit dem Feuchtigkeitsdruck auf das Mauerwerk wenn eine wasserdichte Schicht eingebaut wird?


06.04.2021 Mario

Der Boden kann nicht tiefer als das Fundament ausgehoben werden, da dies sonst geschwächt oder gar geschädigt wird, dieses Limit ist zu beachten. Beim Lehm handelt es sich ja wohl um den gewachsenen Baugrund.

Was man mit dem Boden macht ist hier eine Frage was man für wünschenswert hält, bzw. wo ran man nach Abwägung von Kosten und Nutzen ist. Hier sollte man die reale Materialfeuchte der Bauteile kennen um eine Beurteilungsgrundlage zu haben.

Ein Kalkestrich wird ohne "Folie" oder Dichtungsbahn auf Sandbett bzw. Schotter bei der Bausanierung aufgebaut. "Dicht" wie ein U-Boot bekommt man so ein Bauwerk nicht, da man wie dargetan nicht die Fundamentsohle freilegen und "abdichten" kann. Die Feuchtigkeit aus dem umgebenen Erdreich und Baugrund wird hier wohl aber drucklos anliegen.

Keller trockenlegen



Wenn keine höherwertige Nutzung des Kellers mit dazu notwendiger Feuchtereduzierung geplant ist fragt sich warum überhaupt den ganzen Aufwand?
Man kann ja gerne etwas verschönern und Fugen ausbessern etc.
Das Gebäude hat ja auch mit feuchtem Keller weit über 100 J überstanden und wird es sicher weiterhin wie zahllose Wasserbauten über Jahrhunderte bewiesen haben.

Wenn Wohnräume von der Kellerfeuchtigkeit betroffen sind könnten zuerst einfach durchzuführende Arbeiten erledigt werden wie ggf Oberflächenwasser außen abführen, Dachentwässerung und -Versickerung überprüfen,
gezielt den Keller lüften etc.
Kellerbodenabdichtung reduziert ebenfalls die Luftfeuchtigkeit im Keller.
Ein 50 cm hoher Bodenaufbau im Keller ist absolut unnötig, bringt kein besseres Ergebnis und ist viel zu aufwendig.

At Andreas


06.04.2021 papadebaer

Hallo Andreas,

Danke für deine Rückmeldung.
"Kellerbodenabdichtung reduziert ebenfalls die Luftfeuchtigkeit im Keller.
Ein 50 cm hoher Bodenaufbau im Keller ist absolut unnötig, bringt kein besseres Ergebnis und ist viel zu aufwendig"

Kellerrboden abdichten reduziert die Luftfeuchte aber ein Aufbau bringt nichts.
Die Aussage ist für mich etwas unklar.

Ich habe im Keller Schwammbefall gehabt und daher kommt auch kein neuer Putz drauf.
Die Feuchtigkeit steigt auch ins Erdgeschoss. Durch das Gewölbe auch als über den Sandstein.
Daher die Diskussion ob man den Keller trockener gestaltet (auch mangels Änderung der Funktionalität ggü vor 100 Jahren) oder so belässt.

Da man gerne seine Räder in den Keller lagert sollen diese nicht rosten und auch die Elektrik ect brauch eher trockenes Klima statt feucht.

Aber dann kommt eben dein Argument, dass Haus steht auch so schon 100 Jahre... Warum trocken legen. Das Frag ich mich auch und daher die Diskussions Eröffnung..

At Mario Kalkestrich


06.04.2021 papadebaer

Hallo Mario,

ich habe mir den Vorschlag mit DEM Kalkestrich mal angesehen.
Problem ist wohl die Beschaffung und wenn man anderen Beiträgen glauben schenkt Untauglichkeit als Nutzschicht mangels Festigkeit zu dienen.
Dann liest man immer wieder Estrich Beton....

Mir geht es weniger um einen öko Ansatz vielmehr um ein Konzept was man aus den Keller macht und was mir dann Baupysikalisch nicht auf die Füße fällt. (Daher immer wieder die Anmerkung meiner Bedenken der Erhöhung Feuchtigkeit in den Wänden)


06.04.2021 Mario

Mit den anschauen "gegenständlicher" Sachverhalte, im Sinne einer Sichtung von Informationen im Internet ist das immer so eine Sache.

Wie gesagt, häufig mündet alles oft schnell im unergiebigen klein-klein.

Ich führe solche (Kalk) Estricharbeiten aus oder leite sie an, diese sind also wirklich, wirklich, wie auch die Bauphysik beherrschbar. Wenn da ernstliches Interesse besteht gibt es wegen der recht geringen räumlichen Distanz, zwei recht unkomplizierte Wege die Angelegenheit zu begreifen. Man trifft sich mal am Ort und klärt im direkten Dialog die Fragestellungen oder du besuchst mal eine "Wochenendbaustelle" von mir wo ähnliche Situationen umgesetzt werden. Dazu darfst du kerne die im Profil hinterlegte persönliche Kontaktmöglichkeit nutzen.

Keller trocken legen



50 cm tief bringt nichts- Bodenabdichtung schon.

Alle Leitungen so tief legen ist unnötig sofern nur das Hauptabwasserrohr so tief liegt.

Vermutlich ohnehin Steinzeug- oder Metallrohre, die besser erneuert und direkt unterhalb des Boden verlegt werden können.
Evt ist eine Verlegung außerhalb des Gebäudes möglich- genauere Angaben sind notwendig.

Auf den nivellierten, vorhandenen Boden EPDM-Bahn verlegen und darauf zB zementgebundene Tockenestrichplatten wäre am wenigsten Aufwand und erspart unnötiges Ausschachten.
Es gibt viele Möglichkeiten- auch abhängig von Nutzung und Optik

Wie geschrieben Dachentwässerung in den Kanal oder die Zisterne statt evt nur in ein Kiesbett,
Oberflächenwasser abführen und gezielte Kellerlüftung, sodass Kondensatentwicklung vermieden wird können schon eine genügende Verbesserung bewirken.
Zusätzlich Sockelputz und- abdichtung prüfen.

Wenns immer noch feucht ist kann evt selbst eine horizontale Feuchtigkeitssperre oberhalb des umgebenden Geländes, unterhalb der Kellerdecke zB mit Horizontalsperren-Sticks auf Silan-Basis( Redstone,Remmers, u.a.) einfach auch selbst hergestellt werden
(i.d.R eine Reihe Löcher 12 mm Durchmesser im Abstand von 10-12 cm bis kurz vor die Fassadenaußenseite bohren, Abdichtungssticks hineinstecken und innen das Loch mit Mörtel schließen).

Wenn das immer noch nicht genügt können ggf weitere Maßnahmen ergriffen werden

Expertenrat


06.04.2021 Heiko Rainer

Sie sollten sich an die Fachleute mit der Aquapol-Technologie wenden das funktioniert.

"Aquapol Betrug" ???



Wer das im www eingibt kommt sogleich auf zahlreiche hilfreiche Beiträge zu Aquapol

Es hängt doch alles davon ab was Sie im Keller lagern möchten...


06.04.2021 Bromm Edmund

..und dann wie viel Ihnen das alles Wert ist.
Klar ist das Haus bleibt noch lange erhalten auch mit einem feuchten Keller.
Weiter oben steht, "neu verputzen" dies ist rausgeschmissenes Geld.
Dazu habe ich schon oft geschrieben und bitte Sie sich auf meiner Homepage einzulesen.
Also erstmal konkret - wie soll der Keller genutzt werden?

Nutzung


06.04.2021 papadebaer

Hallo,

der Keller soll als typischer Keller genutzt werden. Da eine Werkbank, da paar Autoreifen und die Ski...
Dann Heizung und Elektro Verteiler.

Andere Keller sind halt trocken.
Ist hier eben durch den Lehm-Ziegel-Aufbau 100% Feuchtigkeit am Bodenziegel.
Und daher die gretchenfrage.

Alles ganz einfach...


06.04.2021 Bromm Edmund

..nur es gibt keinen trockenen Keller!
Etwas Feuchte ist immer vorhanden, dies liegt in der Natur der Sache und hängt eben von der Luftfeuchte und dem Lüften zusammen.
Also die Bitte - erstmal auf meiner Homepage einlesen bevor Sie sinnlos Geld ausgeben !!
Uns sparen Sie sich alle Abdichtugsmaßnahmen von außen - absolut sinnlos wenn es sich um Tauwasser handelt und der Keller nicht undicht ist, d.h. mehrmals unter Wasser steht.

At bromm


06.04.2021 papadebaer

Leider finde ich in Ihrem Profil keine Homepage....
Wenn ich die Bilder mit den Aussalzungen sehe, weiß ich warum nur der Putz runter soll aber kein neuer drauf...
Ich lese aber ab und an das der Putz wieder rum schützt. Aber habe doch kein Wetter im Keller...
Wie sehen sie das Thema, wenn der Boden Trocken gelegt wird ob sich das Wasser dann stärker die Wände hoch zieht?
Sie schreiben auch, dass durch das nass und trocken es stärkere Schäden am Mauerwerk geben kann. Mit der Maßnahme des Umbau des Bodens durch Entfernung des Lehms könnte dies der Fall, oder?

Es ist kein Tauwasser


06.04.2021 papadebaer

Hallo, anbei ein Bild wo zusehen ist wie nach dem Regen die Nässe von der Wand ca. 1,5m in den Keller drückt.
Daher die Planung einer äußeren Vertikalabdichtung.
Die Sache ist aber die ob man was am Boden macht oder so akzeptiert...
Natürlich möchte ich nicht unnötig Geld zum Fenster rausschmeißen aber neben den neuen Wasser und Abwasseranschlüssen will ich es einmal richtig mach und 100 Jahre wieder Ruhe haben (denke da an meine Enkel ;-))

Kellerabdichtung



Bei der Außenabdichtung kommst du ja nicht unter die Wand-
d.h. diese kann unten immer noch im Wasser stehen.

Du müßtest also entweder eine zusätzliche Horizontalsperre installieren oder eine Innenabdichtung vornehmen sofern nicht schon eine vernünftige Ableitung von Regen- und Oberflächenwasser genügt.

Hast du überprüft wohin die Fallrohre entwässert werden und ob alles dicht ist im Boden?
Früher wurden die Fallrohre oft nur in ein Kiesbett entwässert

Wieso soll das kein Tauwasser sein, denn...


07.04.2021 Bromm Edmund

..gerade bei Regen nimmt die Feuchte in der Luft erheblich zu und meist sinkt die Temperatur auch. Die Bodentemperatur liegt in vielen Fällen bei zwischen 8 und 12 Grad. Dies kann man in der Regel aus den Kaltwassertemperaturen ableiten. Einfach mal beim Wasserwerk nachfragen.
Damit ist auch logisch, dass die Luftfeuchte von über <60 % zu Tauwasserausfall führen muss ! Siehe hierzu auch eine sehr gute Info auf der Seite von: http://www.holzfragen.de/seiten/taupunkt.html .
Meine Daten sind auf der Seite www.haus-schwamm.de .
Und fragen Sie sich mal warum der alte Verputz kaputt ging? Der fällt doch nicht so einfach von der Wand ab !!

Die Lösung ist dann welche?


07.04.2021 papadebaer

In der Tauwasserannahne müsste die nicht partiell sein sondern grundsätzlich, korrekt? Hier ist es nur an partiellen Stellen.
Aussentemperatur war bei 3 Grad.

Aber nehmen wir an es ist Tauwasser, was wäre hier eine sinnvolle Lösung?
Der Boden kann drin bleiben da eine Kapilarbrechende Schicht unnötig ist. Die Wände brauchen keine Vertikalabdichtung da diese nicht durch erdberührende Teile Feuchtigkeit aufnimmt sondern durch Tauwasser.

Dann wäre doch durch eine Klimaanlage oder Lüftungssystem das Problem gelöst? Korrekt oder andere Lösung?

Ich vermute, dass aber durch den Lehm Boden und Feuchte im Bodenziegel das nicht klappen kann oder?

Kellerfeuchtigkeit



Ich hatte ja schon auf eine Lüftungsanlage hingewiesen- mindestens zeitgesteuert, sodass nur abends und nachts gelüftet wird bzw. zuverlässiger eine Anlage mit Luftfeuchtigkeitsvergleich innen zu außen.

Solche Anlagen gibts schon relativ günstig für unter 500,-€

Zuerst Lösungen mit geringen Investitionen umsetzen-
vorher die Temperatur der Innenwände und die Außentemperaturen und die Luftfeuchtigkeit ermitteln-
mit Taupunktrechnern feststellen, bei welchen Bedingungen Kondensat möglich ist und
bei diesen natürlich nicht lüften.

Wenn bei Regen innen starke Feuchtigkeit sichtbar ist überprüfen ob sich in dem Bereich außen Fallrohre befinden und das Regenwasser einwandfrei abgeleitet wird.

Homepage besuchen - sich einlesen oder einfach anrufen


07.04.2021 Bromm Edmund

Ich möchte nicht alles wiederholt schreiben.
Dauerndes absenken der Luftfeuchte führt eher dazu, dass mehr nachgesaugt wird und auch, dass dann die Oberflächen mehr zerstört werden!

Herr Teich,


07.04.2021 Heiko Rainer

Sie behaupten es gibt keine aufsteigende Feuchte,
schauen Sie doch mal auf dieser Seite vorbei:
www.youtube.com/watch?v=0QUFnc1Cs1s

Feuchter Keller und Hausschwamm


07.04.2021 papadebaer

Hallo, jetzt nehmen wir an der Keller ist so feucht, dass Hausschwamm gewachsen ist an den Holzteilen und sich in das Erdgeschoss durch kellerfeuchte ausbreiten konnte.

Huer gilt wieder Ursachenforschung der Feuchtigkeit.
Jedoch ist es hier bedingt notwendig DEN Keller trocken zu legen um einen neubefall auszuschließen. Korrekt?
Damit komme ich mit den Tauwassermaßnahne nicht weiter.

Nun es gibt dazu viele sehr aufschlussreiche Beiträge


07.04.2021 Bromm Edmund

Kann mir jemand sagen was das bedeutet?https://edikte.justiz.gv.at/edikte/id/idedi8.nsf/0/59f98ed2f29cfd5fc1258363007928ea!OpenDocument
Dazu noch:
https://www.ratgeberrecht.eu/wettbewerbsrecht-aktuell/irrefuehrende-werbung-fuer-gebaeudetrockenlegung.html

Unabhängig von Aquapol


07.04.2021 papadebaer

Mit der dort dargestellen aufsteigenden Feuchte ist mein bedenken (Wasserdruck auf Mauerwerk steigt) wenn der Boden nicht mehr als Verdunstubgsfläche zur Verfügung steht...

Sprich, selbst eine Kapilarbrechende Schicht verhindert nicht das ausweichen der Feuchtigkeit.
Meinungen?

Mal paar Werte aus dem Keller.
Boden 100% Feuchtigkeit
Wand ca. 50 cm Höhe vom Boden 27%
Wand ca. 1,5m 23% feuchte

Glauben Sie doch nicht jeden Nonsens


07.04.2021 Bromm Edmund

Dass das Thema sehr komplex ist sollte klar sein.
Was mir auffällt, Sie waren noch nicht beim Aufarbeiten auf meiner Homepage sonst würden Sie doch etwas diversifizierter vorgehen.
Ich weiß, dass es viele Meinungen und auch viele halbwissende Verarbeiter gibt die Ihre Arbeit verkaufen wollen.
Mir ist auch klar, dass Sie Hilfe und einen Fachmann/Frau brauchen der Ihnen mit Sachkunde helfen kann.

Bedeutung


07.04.2021 Pope

das bedeutet:
a.) das die Firma Aquapol pleite ist
b.) das denen untersagt ist, Werbung für ihr Produkt zu machen, bezüglich Versprechen der Entfeuchtung
Und das bedeutet auch, dass Hartmut wie bereits angekündigt, mit Beitragslöschung tätig werden sollte.

kaum zu glauben welcher Blödsinn auftaucht, denn...


07.04.2021 Bromm Edmund

..100% Feuchte, d.h. nur Wasser !!!
Woraus sonst der Boden besteht? Ach so, eigentlich passt ja nichts mehr dazu, es sei denn das Ganze ist weit mehr als 100% !
Wände aus 25 % Wasser, so ein sinnloses Geschwafel.
Jetzt reicht es erstmal !
Nichts für Ungut
Auch dazu. https://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/keller-trockenlegen-274918.html

Das waren die Messwerte


07.04.2021 papadebaer

Vom Feuchtigkeitsmessgerät des Bautenschützers... wollte ich hier nur wieder geben und damit niemand für blöd erklären..
Mit den 100% fand ich auch sehr seltsam. Nun bei drückender Nässe wohl möglich.

At Edmund


07.04.2021 papadebaer

Bevor Du dich jetzt ausklinkst bitte noch eine Antwort.

Was würdest Du jetzt tun?
Nichts?

Auf seiner Homepage schreibst Du "Die Wände müssen gegen aufsteigende Feuchtigkeit horizontal (im Querschnitt) abgedichtet werden (Trockenlegung)."

Genau diese horizontale sperre gibt es nicht.

Danke

Ursache für Kellerfeuchtigkeit



Alte Keller hatten nie eine horizontale Feuchtigkeitssperre im heutigen Sinne.
Die dichtet die Wand aber ohnehin nur gegen von unten aufsteigende Feuchtigkeit ab.

Hast du denn untersucht, ob nicht zB eine mangelhafte Dachentwässerung eine wesentliche Ursache sein kann?
Es bringt doch nichts jede Menge Spekulationen anzustellen ohne zuerst im Ausschlußverfahren die preisgünstigsten Lösungsmöglichkeiten zu finden.

Eine auf dem Boden verlegte billige PE-Folie zeigt dir ja auch ob die Wandfeuchtigkeit dadurch steigt oder sinkt.
Laufend die sich ggf ändernde Luftfeuchtigkeit feststellen.
Gezielt Lüften kostet nichts und zeigt dir sofort ein Ergebnis


08.04.2021 Mario

Was kann man hier noch sinnvoll raten? Die Artikel auf der Seite von Herrn Bromm behandeln das "Altbaukellerthema" erschöpfend. Nach der Lektüre sollte dir klar sein das es hier so was wie "Trockenlegung" nicht gibt bzw. dies auch nicht sinnvoll ist. Und eine "Abdichtung" im Altbau wenn überhaupt nur mit unverhältnismäßigen Aufwand möglich ist und im übrigen zumeist nichts bringt wenn die Feuchtigkeit von der "anderen Seite" kommt - "Gleichnis vom Bierkrug".

Das ordnungsgemäße Vorgehen ist das man hier vor einem Auftrag zur Instandsetzung die Ursache der Feuchteerscheinungen klärt, nur dann lässt sich überhaupt feststellen was geeignet ist und wo man bei Abwägung von Kosten und Nutzen ist.

Als erstes solltest du die Tauwasserproblematik ("Bierkrug") abstellen. Noch bietet die derzeitige Witterung Außenluft mit geringen Wassergehalt, so das effektive Lüftungsbemühungen nach ein paar Wochen schon sichtbare Erfolge erbringen sollten. Dann wird man auch besser die Übersicht erlangen wo Feuchte aus anderen Ursachen resultiert. (Eliminationsmethode).

Gleichzeitig solltest du den Hinweisen vom Herrn Teich nachgehen und die Entwässerung kontrollieren. Wenn das Wasser von oben kommt liegt die Lösung nicht unten. Ich halte es auch nicht für ausgemacht das dein Gebäude nicht über eine historische horizontale Abdichtung verfügt. Ab 1900 wurde dies gemeinhin ausgeführt.

Dein "Bautenschützer" operiert wohl auch mit den "Totschlagargumenten" (Immer so gemacht) gegen die, wie auch von Herrn Bromm hinlänglich beschrieben, man auch hier häufig schwerlich ankommt. Ist aber auch nicht in der Lage seine "Messungen" zu erläutern.

Das bei diesem Thema sehr viel falsch gemacht wird kann ich dir hier in Leipzig zeigen, da müssen sich selbst namhafte Sachverständige und Autoren, in umfangreichen Bausschadensprozessen als Planer vertreten, weil die oft sehr teuren Maßnahmen mangelhaft ausgeführt oder wirkungslos sind.

Die ausführenden Unternehmer sind da meist schon nicht mehr am Markt.

Also diese berede Verballhornung des Themas hier ist einfach unangemessen.

Danke


08.04.2021 Papadebaer

Danke

Also gelüftet wird schon den ganzen Winter. Tauwasser wird es nicht sein.
Die Abflüsse sind nach Kamerabefahrung frei.
Ich werde jetzt das mit der Folie auf DEN Ziegel versuchen um zusehen ob "Schwitzwasser" darunter entsteht.

Auch wenn es vielleicht noch ein Jahr dauert aber werde über MEINE Lösung dann hier informieren üb diesen Thread nicht wie andere Ergebnislos sterben zu lassen.

Zu einem Date nach Leipzig melde ich mich mal, weil die Bodenfestigkeit des Vorschlag von Mario interessiert.

Gibt es eine Link zu Ausführungen von "historische horizontale Abdichtung"?

Natürlich darf man sich immer irgend etwas raussuchen, aber...


08.04.2021 Bromm Edmund

..ob das auch für Ihr Problem passt ?
@ Herr Teich. Das mit der Folie ist ein Schmarrn, den logisch wird diese - bei dem Boden immer feucht!
Das fällt auch nur einem Schreiner ein der meint etwas davon zu verstehen.
Außerdem sind Horizontalsperren nicht erst seit wenigen Jahrzehnten bekannt, sondern seit hunderten von Jahren. Hier wurde oft mit Teerprodukten oder auch mit Schieferplatten u.ä. eine Unterbrechung der Saugfähigkeit erstellt !
Abgesehen davon muss nicht überall eine Sperre eingebaut werden nur, weil nichts sichtbar ist.
Z.B. sind viele Natursteine eine ausreichende Sperre. Das muss erstmal untersucht werden ob diese bei dem Objekt und diesen Steinen kapillare Feuchte transportieren könnten.
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Um auch den vielen anderen Betroffenen bei ähnlichen Problemen zu helfen machen sich manche Menschen Gedanken und geben hier kostenlose Hilfe, dafür möchte ich mich bei diesen Menschen auch einmal bedanken.
Dies ist nicht immer gleichzusetzen mit – „ich kann mich hier einbringen“ und es wird schon der Eine oder Andere Auftrag herauskommen.
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Es war weiter oben geschrieben, (ich habe mir mal die Mühe gemacht den Anfang nochmals zu lesen) dass wenn man den Boden abdichtet die Feuchte damit weiter nach oben geleitet wird. Ich kenne keine „Gesetze“ warum dies sein soll. Wenn nach mehreren Jahren eine Mauer bis zur Sättigung durchfeuchtet ist, somit die Kapillaren gefüllt sind, dass es deswegen zu einer Umleitung kommen kann. Erst recht nicht über Oberkante Gelände und auch nicht weiter nach oben!
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Nun noch zur Frage was würde ich tun?
Gar nichts, jedoch mit dem Wissen, dass der Keller geeignet ist um Kartoffeln; Wein (am besten) in Fässern oder Eingemachtes und Gemüse etc. ideal zu lagern ist.
Oder wie ich weiter oben geschrieben habe sich über eine andere Nutzung Gedanken machen und Kosten und Nutzen abwägen.
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Es fehlt jedoch noch der Hinweis - wenn im Erdgeschoß auch Feuchteschäden sind, dass dies nichts mit dem feuchten Keller zu tun haben muss. Das könnte auch an der "guten" Wärmeleitfähigkeit (z. B. fehlende Heizung) und der nicht ausreichenden Erwärmung zusammenhängen.
Aber das sagt Ihnen ein guter Planer!
Grüße aus dem schönen Süden.

Kellerfeuchtigkeit reduzieren



Wie ich geschrieben hatte besteht der Sinn einer aufgelegten Folie darin,
dadurch feststellen zu können,, ob wie befürchtet anschließend die Feuchtigkeit der Wände steigt.
Ich wüßte nicht warum dies so sein sollte.

Es gibt div Untersuchungen, dass auf den Boden- zB auch von Kriechkellern- gelegte Abdichtungsbahnen die Feuchtigkeit im jeweiligen Raum reduzieren.
Der Boden unter der Abdichtung kann natürlich weiterhin feucht bleiben und wird es auch, wie bei jeder Abdichtung.
Rein von der Logik her muß bei der Abdichtung von großen Bodenflächen die Feuchtigkeit im Raum sinken,
da es nicht möglich ist, dass die gesamte, bisher teilweise verdunstende Bodenfeuchtigkeit in die seitlich aufstehenden Wände zieht und hier verdunstet oder sich in gleichem Maße anreichert.

Gleichermaßen müßte sonst bei Abdichtung einer Außenwand die Feuchtigkeit kapillar in die angrenzenden Wände ziehen und die Feuchtigkeit insgesamt gleich bleiben- was nicht der Fall ist.

Wenn ich von 2 Löchern im Wassereimer eins zustopfe kommt anschließend auch nicht mehr die gleiche Menge an Wasser aus dem verbleibenden Loch.

Herr Teich was wollen Sie damit eigentlich erreichen?


08.04.2021 Bromm Edmund

Es hilft doch überhaupt nicht weiter.
Sie wollen Energieplaner sein? Lassen Sie es!
Dem Keller wird nicht dadurch geholfen ob nun 80 oder 90 % relative Feuchte im Raum zu Tauwasser führt. Es ändert nichts aber auch Garnichts am ansonsten Feuchezustand der Wände.


09.04.2021 Mario

Eine effektive Lüftung sollte auch im Blick behalten das die Bauteiloberflächen nicht so sehr auskühlen. Wenn wir eine Raumluftfeuchte nahe der Sättigung haben dürfen da die Temperaturdifferenzen nicht so groß sein. So ist eine dauerhafte Querlüftung auch nicht immer ganz so optimal.



Pilzliche Holzschädlinge - Einführung in die Hausfäulepilze-Webinar Auszug


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