Innenwanddämmung mit Wandheizung


21.06.2021 Volker P 6 461

Moin zusammen ...

es geht um ein Backsteinhaus aus 1837.

Geplanter Wandaufbau:
40cm Mauerwerk (Bestand)
2cm Schalung zum Ausgleich mit Perliteschüttung gefüllt
6cm Holzweichfaserplatte als Putzträger auf die Schalung geschraubt.
Wandheizung und 3cm Lehmputz.
Die HWF stehen auf einem Foamglassockel.
Laut UBAKUS erzielt man damit einem U-Wert von 0,4.
Wichtiger wäre mir, ob hierbei wohl mit Feuchteschäden zu rechnen ist, da die Holzweichfaserplatten nicht vollflächig verklebt werden.
Hat jemand hier zu Erfahrung?

Zur Vollständigkeit der Fußboden:
Sauberkeitsschicht 6cm
Abdichtung KSK- Bahn
3 Lagen XPS
4cm Holzweichfaser in Traglattung gelegt
2,5cm Holzdiele
insgesamt 19cm Aufbau

Aufsteigende Feuchte


22.06.2021 Heiko Rainer

Um aufsteigende Feuchte zu verhindern sollten sich an die Fachleute mit der Aquapol-Technologie wenden.

Moin,


22.06.2021 Olaf Bernhardt

Aquapol.......und Hühner sterben an Paradontitis.

Statt Schalung Putz als Ausgleich


23.06.2021 blauerpaulchen

Je heterogener der Wandaufbau, desto schwieriger wird es bei Tauwasserausfall zu verhindern und dessen Ausdünstung zu fördern. Ich würde statt der 2cm Schalung die Wand mit Kalk- oder Lehmputz ausgleichen und die Holzfaserdämmung darauf vollflächig verkleben. Der übrige Aufbau ist in Ordnung.

Für den Fußboden gilt das Gleiche. Warum 2 verschiedene Dämmstoffe nutzen?

Wenn...



dir, wie im vorherigen Beitrag vorgeschlagen, eine Ausgleichsschicht aus Lehm-/Kalkputz zu aufwändig ist, dann wäre das hier vielleicht eine Option für dich: https://www.udidaemmsysteme.de/udi-systeme/fuer-die-innendaemmung/udiin-reco-system/

Danke


24.06.2021 Volker P

Moin Moin
und vielen Dank für hilfreichen Antworten.
Das Foto zeigt die Sauberkeitsschicht 3 Tage nach dem Einbringen, daher die Feuchtigkeit.
Ja homogen finde ich eigentlich auch gut aber ich muss da bestimmt 4 bis 5cm ausgleichen bis ich die Wand für die Holzweichfaserfämmung präpariert habe. Aber das Patent mit der anschmiegsammen Dämmung klingt gut. Das werde ich mir mal genauer anschauen.
Die unterschiedlichen Dämmungen im Fußboden kommen daher, dass ich im Bereich der Abdichtung also die unterste Schicht mit Kondensat rechne und ich xps dafür einfach am geeignetsten finde. Der Abschluss mit Holzweichfaser ist aus meiner Sicht sinnvoller, da xps sehr steif ist und mit Holz nicht so gut harmonisiert… ausführungstechnisch betrachtet.
Danke bis hierher…
Bin gespannt was noch so passiert…

Foamglas als Sockel



Mit dem Foamglassockel meinst du wahrscheinlich, dass du die untere Reihe der Wanddämmung damit machen willst, weil dieser Bereich feuchtegefährdet ist? Wenn ja, würde ich dir von Foamglas abraten. Foamglas ist absolut dicht, es lässt keine Feuchtigkeit durch. Deswegen werden sie hauptsächlich zur Perimeterdämmung verwendet. Du dichtest damit die Innenseite des Mauerwerks quasi ab, Feuchtigekit kann in dem Bereich nicht heraus diffundieren.
Ich verwende in feuchtegefährdeten Bereichen und Naßräumen Mineralschaumplatten. Die verrotten auch nicht, sind aber kapillaraktiv und diffusionsoffen. Harmonieren somit mit HWF-Platten ideal.....und sind auch noch preisgünstiger und einfacher zu beziehen. ("Multipor" gibts z. B. in vielen Baumärkten)
Zum Ankleben verwende ich den Hessler Kalk-Haftmörtel HP14 statt einem viel teureren "System-Kleber".
Und weil die Platten extrem weich sind, verspachtele ich sie gleich nachdem sie gesetzt sind auch damit, um eine etwas widerstandsfähigerer Oberfläche herzustellen.

Falls du vor hast später Sockelleisten anzuschrauben, ein Tipp: Bevor du die Mineralschaum-Platten verspachtelst, nivelliere erst die OKFF aus, "fräse" direkt darüber eine dachlattenbreite und -tiefe Nut in die Platten (geht ganz leicht mit einem sägerauhen Dachlattenstück) und schraube Dachlatten in dieser Nut, durch die Platten durch, ins Mauerwerk. Die Latten werden später einfach mit eingeputzt. So kannst du zum Schluß die Sockelleisten mit schönen, kleinen Schrauben, nur durch den Putz, an den Dachlatten anschrauben, ohne mit dicken/langen Schrauben, mit großen Köpfen, bis ins Mauerwerk bohren/dübeln zu müssen. Weil, in den Kasi-Platten selbst hält nix, sie sind viel zu weich!!!
Das Gleiche kannst du auch in den HWF-Platten machen, an Stellen wo klar ist, dass schwere Lasten aufgehängt werden sollen, z. B. Vorhangschienen, Bücherregale, Hängeschränke, usw.... Einfach entsprechend große, sägerauhe (damit der Putz besser haftete) Bretter in die HWF-Platten einlassen und ebenfalls im Mauerwerk verschrauben.

Gruß,
KH



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