Diffundiierender Fußbodenaufbau über 200 Jahre altem Kellergewölbe


25.06.2021 FrauLavendel 3 365

Liebe Community, ich weiß meine kommende Frage wurde hier wahrscheinlich schon x mal gestellt, aber ich bin in einer mißlichen Situation.
Altes Kellergewölbe, leicht feucht, ! Bodenaufbau darüber war Schüttung aus Sand, Staffeln und Schiffboden. Mir wurde geraten , den Sand zu entfernen und das Gewölbe freizulegen , weil der Sand so schwer sei. Mittlerweile bereue ich es SEHR den Sand nicht drinnengelassen zu haben und einfach die alten , morschen Staffeln gegen neue ausgetauscht zu haben und eben neuen Schiffboden darauf. Ich möchte keine FBH etc…
Die Frage , die sich mir stellt ist: wie’s soll ich jetzt machen. Wieder Sand reinfüllen? Wir haben ca. 7 Tonnen entfernt…. Split statt Sand? Leca( Blähton) statt Sand? Perlite? Eine Mischvariiante? … die Baustelle solange ich nicht weiß wie ich diesen Bodenaufbau machen soll..mühsam, wenn man Laie eigentlich Laiein ist. Wer weiß Rat?

Moin,


25.06.2021 Olaf Bernhardt

Das war ein massiver Eingriff in das Tragwerk, das Gewölbe hat 200 Jahre gehalten weil die zwingend erforderliche Auflast vorhanden war.
Bitte mal Fotos einstellen

Thomas Böhme schrieb dazu mal:


26.06.2021 Freddy

"Abhängig von der gesamt möglichen Aufbauhöhe würde ich die vorhandene Füllung vollständig belassen oder nur zum Teil entnehmen. Darauf Geovlies und einen Leichtbeton, wenigstens 10cm stark - waagerecht abgezogen. Darauf eine Sperrbahn (Schweißbahn oder eine PE - Bahn wie GEFITAS PE 3/300, an der Wand bis UK Dielung hochgezogen.

Der Zimmermann würde jetzt mit einer Holzkonstruktion weitermachen wollen. Da 2 dünne Balken nicht so tragfähig wie ein dickerer sind, aber besser mit einer nivellierten einfachen Balkenlage passender Dimensionierung. Dazwischen dämmende Schüttung oder Matten. Ich aber würde (waagerecht abgezogener Leichtbeton!) statt dessen mit Holzweichfaserplatten (Rohdichte 0,25) und eingelegten Lagerhölzern weitermachen: Z.B. eine Lage 25mm HWPl durchgehend, darauf 2 überlappende Lagen HWPl 60cm breit mit eingeliegten liegenden Leisten 40 x 60. Auf diese wird die Dielung geschraubt. Damit die Leisten beim schrauben nicht zu tief liegen, an einigen Stellen etwas zerknüllte Zeitungspapier drunterlegen - oder Du hobelst Dir halt 50er Leisten auf 48mm runter. Vorteil dieser Konstruktion: Die Dielen liegen vollflächig auf der tragfähigen HWPl, der aufbau ist hohlraumfrei, sehr stabil, und besonders leise. Hier sind bedenkenlos 22mm - Dielen ausreichend. Bei Nadelholz kein großer Preisunterschied, bei Eiche hingegen schon."

community.fachwerk.de/index.cfm/ly/1/0/forum/a/showForum/293286$.cfm#293304

Ja,



so ist das. Nichts brauchen Sie weniger als einen "diffundierenden" FB-Aufbau. Eine waagerecht abgezogener Unterbeton (auch als Leichtbeton) bietet eine geeignete Basis für eine Dichtbahn.

Darauf kann mit verschiedenen Aufbauten weitergemacht werden, und es ist auch eine lastverteilende Basis für eine leichte Trennwand.

Grüße

Thomas



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