WANDSANIERUNG ALTBAU TEILWEISE FACHWERK


19.08.2021 NITA SOUL 1 225

Hallo zusammen,

ich stehe vor der Aufgabe meine Küche die sich in einem Anbau meines schönen alten Hauses anno 1900 befindet, zu sanieren.

Dort finde ich nun nach der ersten Beseitigung des Oberputzes verschiedenartige Wände vor. Das Haus ist in diesem Bereich nicht unterkellert. Die neuen Wände des Anbaus sind Ziegelwände und die alte Außenwand, nach dem Anbau Innenwand geworden aus Lehm-Fachwerk-Steingemisch.

Ich möchte gern mit Kalk als Baustoff und Kalkputzen arbeiten. Bin aber für andere Baustoffe offen, sofern sie sinnvoller sind. Das Haus stand sechs Jahre leer und kalt, daher ist ein leichtes Feuchteproblem an den Außenwänden da.
Auf die Außenwände soll innen Kalkdämmputz aufgetragen werden. Auf die Innenwände Kalkputz.
Abschließend wünsche ich eine weiße möglichst fein verputzte Wand, die diffusionsoffen ist und ein gutes Raumklima schafft. Die Wände müssen letztendlich nicht kerzengerade werden, sie dürfen etwas krumm und schief bleiben und sein.

Könnt Ihr mir bitte Tipps geben wie ich die Wände auf den Bildern wie oben gewünscht aufbauen kann. Ich beabsichtige das Projekt selbst eigenhändig zu realisieren. Ich bin für jeden Rat dankbar.

Freundliche Grüße Anita


20.08.2021 Mario

Das ist natürlich alles möglich. Dazu sind hier auch viele fast erschöpfende Beiträge verfasst. Wenn du das alles mit eigener Hand errichten willst wird es sinnvoll sein sich in die Verarbeitung von Kalkputzen anleiten zu lassen und so mit gesteigerter Lernkurve viele Irrungen und Umwege zu vermeiden. Hier kann ich dir wegen der geringen räumlichen Entfernung Hilfe anbieten, nutze dazu gerne einfach meine Emailadresse (Profil).

Die Dämmung der Aussenwände kann auch mit Hanfkalk ausgeführt werden. Hier wird das gebrochene Stängelmark der Hanfpflanze als wärmedämmender Leichtzuschlag zum Kalk verwendet.

Ansonsten empfiehlt sich für die Handverarbeitung der Naturkalk-Dämmputz von Hessler (HP 9 SL)

Die Holzbalken sollten mit Schilfrohrgewebe als Putzträger verwahrt werden. Das sollte tauglicher sein als das tradierte "aufpicken". So vertragen diese dann ein "schweren" Kalkputz aus Sand.

Für die feine Textur empfiehlt sich dann ein Kalkputz mit feinem Sand. Einen schönen hellen, feinen Quarzsand kannst du in Zeithain im Kieswerk bekommen.

Wegen der Feuchtigkeit, schaue doch mal nach dem Bodenaufbau. Dieser wird hier einen Schwerpunkt bilden insbesondere wenn das Gebäude vernachlässigt und längstens nicht mehr klimatisiert wurde, zumal diese oft auch mit dampfdichten Bodenbelägen renoviert wurden. Hier dürften die Baustoffe zumeist durch Feuchtigkeit erschöpft sein und müssen ausgetauscht werden. Dieser Schritt sollte zu allererst unternommen werden.



Lasur / Wetterschutzlasur für die Fachwerkhausfassade-Webinar Auszug


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