Deckenhöhe niedrig


13.10.2021 Danitz 4 357

... Guten Abend,
Wir wollen ein Haus kaufen. Die Lage passt und das Grundstück. Das Haus... Joar Ich glaubte es hat Potenzial...

Allerdings war ich mit einer Architektin vor Kauf drin, die mir sagte das es total feucht wäre (Ich hab dafür nicht so den Blick) und riet mir kaufen, abreißen neu bauen.

Gute Idee, allerdings spielt die Bank da nicht mit...

Das Haus ist von 1911 und man muss letztendlich alles neu machen, Heizung rein, elektrik, Wasserleitungen evtl... Innenausbau, Küche neu gestalten im og noch ein Bad usw...

Ist und bewusst hatten wir Bock zu. Bzw würden das sogar machen.

Mein Problem: die deckenhöhe
Im EG ist es ca 2.10 - das noch I. O, akzeptieren wir.
I'm dg nicht mal 2 Meter.. Vllt so 1,90..

Plan: under d. Dg ist der "Dachboden" also Decke erhöhen.

Freitag gehen wir mit einem Zimmermann rein der sich daß anschaut und beurteilt ob es möglich ist.

Mich interessiert es jedoch, ob irgendjemand das schon so gemacht hat?

Lg

Nicht so einfach


14.10.2021 DieRestaurette

Je nach Untergrund ist es oftmals sinnvoller, im EG den Boden tiefer zu legen, um mehr Raumhöhe zu gewinnen. Decken haben bei Fachwerkhäusern (und auch anderen älteren Häusern) eine aussteifende Funktion, so dass man die nicht einfach ändern kann, ohne massiv in die Statik des Hauses einzugreifen. Obergeschoss Decken lassen sich - insofern das die Außenwände das extra Gewicht tragen können - höher setzen, wenn der Dachstuhl komplett neu konstruiert wird. Aber das sind schon heftige Kosten.

Neubau billiger


14.10.2021 Holger

Hallo Danitz,

Nach der ersten Beschreibung, und wenn es sich gar um ein echtes Fachwerkhaus sind mit einem Feuchtigkeitsproblem handelt, sollten Sie für eine ganz grobe Abschätzung der Kosten rund 2500 € pro Quadratmeter Wohnfläche an Sanierungskosten rechnen.

Kommen aufwändigeres Sanierungsarbeiten, beispielsweise durch einen Schwamm- oder Bockbefall zu Stande, oder wollen Sie das Haus in irgend einer Art und Weise erweitern oder umbauen, können auch schnell die Kosten deutlich über 3000 € pro Quadratmeter steigen.

Noch teurer wird es zum Beispiel, wenn das Haus unter Denkmalschutz steht. Dann sind Sie sogar in dem Dilemma gefangen, dass auch ein Abriss nicht mehr infrage kommt.

Wichtig also ist, per Gutachter und erfahrener Fachfirmen, vor ab eine genaue Kostenplan aufzustellen.

Lg Holger

wahrscheinlich Satteldach


14.10.2021 blauerpaulchen

Hallo Danitz,

bei dieser Bauweise sind die Sparren statisch im den Deckenbalken im OG verbunden. Das kann man ändern, ist aber aufwendig und teuer. Möglich ist sicher die Balken zu erhalten und nur die Fehlboden dazwischen zu entfernen um Luft nach oben zu schaffen. Auch die Entfernung von einzelnen Balken ist sicher in Abstimmung mit einem Zimmermann möglich.
Die Frage ist eher, ob im EG noch etwas möglich ist. Ist das Haus unterkellert, Kriechkeller oder ähnliches?

Ich bin der Meinung wer wie im Neubau wohnen will, sollte lieber neu bauen. Mit gewissen Einschränkungen sollte man im Fachwerkhaus akzeptieren, da meiner Meinung nach Kosten und Nutzen sonst in keinem Verhältnis stehen.

Bezüglich der Feuchtigkeit habe ich gewisse Bedenken. Entweder ist die Bude nicht total feucht, was nicht für die Architektin sprechen würde oder Sie sind wirklich völliger Neuling in Sachen Sanierung und können dann auch den weiteren Aufwand schlecht abschätzen.

Feuchtigkeit



Es wäre auch interessant zu wissen/herauszufinden wo die Feuchtigkeit her kommt. Wenn das Haus längere Zeit leer stand, bzw. unbewohnt war, reichts vielleicht schon mal wieder zu lüften und zu heizen....????.....