Holzvertäfelung an Wand


23.10.2021 Phil_Alb 6 301

Hallo zusammen,

wir haben vor kurzem den losen Putz von einer Wand in unserem Haus entfernt.
Zum Vorschein kam eine Holzvertäfelung, vermutlich aus Eiche, Reste von rotem Anstrich waren zu sehen.

hat jemand eine Idee um was es sich hier handeln könnte? Die Wand ist eine Außenwand.

Das Haus BJ 1719 ehem. Rat und Schulhaus.

Wie könnte man das Holz restaurieren?
Vielen Dank im Voraus

Das rot gestrichene Brett...



...kommt mir eher wie Nadelholz daher. Ist aber zweitrangig. Hast Du 'mal geschaut, was drunter ist? Eines der Brettchen lässt sich sicher lösen.

Grüße

Thomas

Sofern es sich....



...um ein Fachwerkhaus handelt, könnten die Bretter eine innenseitige Beplankung des Fachwerks sein, um an den Wänden einfacher irgendwelche schweren Dinge, wie Regale, Hängeschränke, große Bilder, usw. befestigen zu können. Zumal du schreibst, dass es früher ein Rathaus und eine Schule war. So kann man überall an den Wänden einfach durch den Putz an den Bretter befestigen, ohne die Fachwerkbalken suchen zu müssen.

Fachwerk


23.10.2021 Phil_Alb

Es ist Fachwerk.
Von außen sieht es so aus.

Das Holz...



...musst Du ja nicht "restaurieren". Da hat man ein (in meinen Augen) Flickwerk als Resterverwertung an die Wand genagelt, vermutlich genau aus den Gründen, die gerade schon geschrieben wurden. Bislang hat's funktioniert, warum also nicht belassen?

Die Aufgabe ist ja wohl eher, das Ganze wieder zu verputzen. Als Putzträger könnten wieder Schilfrohrmatten dienen, ich würde eher eine dünne Heraklitplatte nehmen. Und dann halt Putz.

Bevor Du das tust, würde ich nur eben 'mal schauen, wie der Wandaufbau ist. Jetzt kommst Du gut 'ran.

Grüße

Thomas

Re: Fachwerk



Das Foto könnte meine Theorie bestätigen. Da Nägel in den Natursteinausfachungen noch schlechter als in gestakten Gefachen einzuschlagen sind, kann man tatsächlich vermuten dass sich damals, als das Haus gebaut wurde, jemand Gedanken über die zukünftige Nutzung gemacht und gleich diese vollflächige Innenbeplankung eingebaut hat, damit es der Dorfschullehrer nachher einfacher hat sein Zeug an den Wänden aufzuhängen. Bohrhämmer und Fischerdübel gabs damals halt noch nicht....

An deiner Stelle würde ich an den kritischen Stellen (Raumecken, unter den Fensterbänken) das eine oder andere Brett abnehmen um zu prüfen wie die Substanz dahinter ist, wenn da alles ok ist, die gesamte Beplankung auf festen Sitz prüfen, wenn gut, lassen wie sie ist, neu mit Schilfgewebe überspannen und wieder verputzen. So zusammen gestückelt wie die Beplankung ist und weil die Bretter mit Beilhieben aufgeraut ist, war die nie als sichtbarer Wandbekleidung gemacht/gedacht.

Edit: Uuups, hat sich mit Thomas' Beitrag überschnitten.

Danke!


24.10.2021 Phil_Alb

Danke erstmal!
Dann lass ich es wie es ist und mach wieder was drauf. In meinem Fall Lehm oder Kalkputz.



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