Hoftor sanieren?


19.04.2022 Ed Size 12 378

Hallo,

unser großes Hoftor, zweiflügelig und ca. 4m breit und 2,4m hoch ist an diversen Stellen morsch, gerade die tragenden Teile sind betroffen..

Mir stellt sich die Frage kann man das selber sanieren oder muss man es vom Profi austauschen lassen. Gerade das ein und aushängen macht mir Kopfzerbrechen. Ich hänge mal ein paar Fotos an.

Und hat jemand eine Vorstellung was so ein Tor kosten könnte?

klar ist das machbar


19.04.2022 Thommes

Man muss ja nicht das ganze Tor fertig machen und einhängen.....man kann ja das Z mit ein paar verschraubten Brettern mit den Bändern fertig machen und einhängen....dann wenn es Hängt , abstützen und die restlichen Bretter dranmachen.

ich seh da keine bedenken...da braucht es kein Profi.
ein oder zwei Helfer und ein Samstag Arbeit

gruß

Hoftor sanieren?


19.04.2022 Ed Size

Naja wenn ich jeweils das Z austausche, dann bin ich im Bereich des Neubaues des Tores, und wenn ich es austauschen muss würde ich lieber ein Tor mit Metallrahmen haben, damit das dann sozusagen für die Ewigkeit hält.

Man...



...muss auch loslassen können. Das Tor ist tot.

Osterfeuer ist ja jetzt durch, aber vielleicht zur Sommersonnenwende?

Grüße

Thomas

P.S. ein verzinkter Rahmen mit Befestigungslöchern für die Bretters wäre nicht nur dauerhaft, sondern auch mit den entsprechenden Beschlägen justierbar.

Klaspentor..



..oder Klaspentür heißt solch eine Konstruktion in den meisten Gegenden .
Wenn du danach im Netz suchst , findest du auch Bauanleitungen dieser Art .
Bei der Breite / Höhe könnte über eine zweite Strebe nachgedacht werden ,
die Langbänder können wiederverwendet werden .
Oder :
Frag den örtlichen Zimmereibetrieb

Viel Erfolg

Loslassen


19.04.2022 Ed Size

ist nicht das Problem, daher frage ich ja nach,

Egal ob...



..."loslassen" oder "restaurieren". Um vernünftig arbeiten zu können oder das alte gegen ein neues Tor austauschen zu können muss das alte Tor ausgehängt werden.
Gibt es keinen Gabelstapler oder Traktor mit Frontlader in der Nachbarschaft?
Mit dem und zwei Spanngurten kannst du das Tor ganz easy aus- und wieder einhängen.
Beide Gurte jeweils senkrecht um einen Flügel gelegt und an der Staplergabel aufgehängt
kannst du es auch prima "ausbalancieren" um beim Einhängen die Bänder in die Kloben zu kriegen.
So habe ich mein Tor umgelegt und auf Rollbretter in die Werkstatt und zurück bugsiert.

Gruß,
KH

Sooo...



...schwer wirkt das Tor nicht. 2 Leute zum Halten, und einer mit einem langen Hebel drunter ist schon komfortabel. Zumal das ja eher Abriss als Bergung wird.

Ich würde die Last künftig auf einen Drehpunkt am Boden leiten. Dann dient die obere Angel nur noch der Führung.

Grüße

Thomas

Eine Doku dazu


24.04.2022 Matze

Eine schöne Doku zu diesem Thema gibt es im SWR Handwerkskunst; „Wie man ein Hoftor schreinert.“
Handwerklich gut gemacht mit traditionellen Holzverbindungen und viel Liebe zum Detail.
Wenn es sowas werden soll wäre der Tipp mit der örtlichen Zimmerei schon absolut richtig. Das braucht Erfahrung und auch einiges an Ausstattung. Eine einfaches Brettertor bekommt man sicher irgendwie selber hin. Ist nur die Frage wie lange man daran Freude hat.
Viel Erfolg und Grüße

Budgetfrage


01.05.2022 Ed Size

ich habe jetzt einige Angebote vorliegen, alle im Bereich von ca. 5000€, selbst die Polen wollen 4600€. Daher wird es wohl mein ersteres Projekt in Sachen Holzbau. Mir stellt sich jedoch die Frage wie man die Tore bewegt bekommt. Überschlagen müsste jeder Flügel um die 150KG wiegen - und meine Werkstatt liegt im ersten Stock.

150KG


03.05.2022 Sebastian

150kg sind handelbar. Ich würde mit Flaschenzügen arbeiten und das Tor damit sichern, aushängen und langsam zu Boden lassen.
(So rein vom ersten Eindruck her würde ich versuchen das Tor instand zusetzen bei den aktuellen Holzpreisen)

Zu kopflastig? Einfach 'mal anheben!



Flügelbreite 2m x 2,4m Höhe = 4,8m² x 24mm geschätzte Brettstärke = 0,1152m³ Nadelholz x Dichte trockne Fichte rund 0,45 ergibt rund 52kg für die Beplankung zzgl. ein paar Kilo für Riegel und Bänder. Großzügig gerechnet also je Flügel 70kg, das heben 2 Männer aus ohne die Zigarette wegzulegen.

Nochmals, trotz der bei den kleinen Flächen irrelevanten Holzpreisen: Sowas "restauriert" man nicht mehr. Und man schleppt es auch nicht in den ersten Stock. Konstruktiv war das Ganze sowieso nicht erfolgreich, wie die Schäden beweisen.

Eine verzinkte Grundkonstruktion sollte deutlich billiger kommen als die aufgerufenen Preise für ein ganzes Tor, das Beplanken mit splintfreier Lärche ist eine schöne Eigenleistung. Und auch der Anstrich mit einem Leinölprodukt. Das Tor hält dann ewig, weil das nur senkrecht verbaute Holz immer schnell abtrocknet.

Grüße

Thomas

P.S. Das schöne Holztor aus der SWR Doku für 10-15T€ hätte hier auch nicht das ewige Leben. Klassische Holzverbindungen und freie Bewitterung sind einander Feind. In der Doku sieht man sehr schön, daß die Torflügel durch einen Torbogen von oben gegen den Regen geschützt sind, es kommen also nur noch kleinere Bruchteile des gesamten Regens an's Tor. Einen solchen Torbogen gibt es hier wohl nicht, ein Grund mehr für die Holz/Metall - Kombi. Noch einer? Das Metallgerüst wird fertig montiert und kann tatsächlich danach beplankt werden. Was bei einer reinen Holzkonstruktion nur bedingt funktioniert.

Re: Einfach 'mal anheben!



"Großzügig gerechnet also je Flügel 70kg, das heben 2 Männer aus....."
Das sehe ich genauso.
Dazu kommt, die schwersten Einzelteile sind wohl die Bänder und der massive Riegel. Die könnte man vorher schon abschrauben, dann wirds noch leichter..... ;-)