Fachwerkhaus/ noch zu retten?


03.09.2022 Fachwerkhaus123 19 695

Hallo liebe Fachwerk Community,

Wir haben ein Fachwerkhaus, das laut Statiker in einem weniger guten Zustand ist. Er empfiehlt eher den Abriss, als es alles nach und nach anzugehen. Wegen des Aufwandes und der Kosten.
Wir weigern uns aber zu glauben, dass es für unser geliebtes Fachwerkhaus keine sinnvolle Lösung gibt.
Wir benötigen mehr Raum, sind aber sehr offen, wie man das erreicht. Anbau, Umbau, Teilabriss, Fertighaus auf bestehende Sandsteinmauern aufsetzen, usw.

Wir benötigen dringend eure Unterstützung, wie wir hier am Besten herangehen. Wir machen gerade selbst Pläne, was wir uns vorstellen könnten und was uns wichtig ist, hätten dann Architekten angefragt, um ein Preisgefühl zu bekommen ... Sind aber etwas ratlos, wie man an die entsprechenden Spezialisten bekommt – aufgrund des Aufbaus und der Situation muss hier unbedingt eine kreative Lösung her.

Randdaten:
Fachwerkhaus aus ca. 1850, Wohnhaus und Scheune aneinander gebaut, unterer Stock Wohnhaus und Garage aus Sandstein, darauf Fachwerkkonstruktion, zweistöckig plus unausgebauter Dachboden

Wir würden uns über Denkanstöße/Lösungsansätze oder auch konkrete Beispiele sehr freuen. Falls mehr Infos notwendig sind gerne fragen.

Wir sind über jede Hilfe sehr dankbar!

Guten Morgen


05.09.2022 Sophie

Guten Morgen,
Wirklich helfen kann ich euch nicht .Aber
Hat der Statiker denn gesagt warum er den Abriss empfiehlt??
Schaut mal ob ihr in der Nähe einen Zimmermann mit Fachwerk Erfahrung findet..
Und bittet ihn das er sich das Haus Mal anschaut.. Das haben wir vor den Kauf unseres Hauses auch getan.

PS: Unser Haus wurde auch als AbrissImmobilie angeboten , wir haben uns aber auf die Info "unseres Zimmermanns verlassen der meinte das Fachwerk ist Top ,ohne es zu sehen Nur das drumherrum war Schrott. . Und er hatte Recht !!!!

Zu viel Aufwand und Kosten


05.09.2022 Fachwerkhaus123

Laut Statiker sind einige Balken in keinem guten Zustand und er vermutet, dass wir beim Machen des Daches, feststellen könnten, dass man eine Wand dazu auch machen muss, wenn man die aufmacht, dann auch die nächste Decke usw. Dass es sich einfach durch das ganze Haus zieht und wir am Ende jedes Zimmer angefasst haben und da wir handwerklich nicht so gut ausgestattet sind, sollen wir darüber nachdenken, ob ein Abriss und Neubau nicht günstiger kommt.
Wir möchten aber so schnell nicht aufgeben und suchen nach einer sinnvollen Lösung. Haben bisher noch nicht den passenden Experten gefunden, sind aber dran. Danke dir!

das erinnert mich an den ....


05.09.2022 Thommes

Fachwerker in Youtube......

der wollte nach dem Hauskauf auch nur kleinere Arbeiten machen und daraus ist nun ein Riesenprojekt geworden.

gruß

Leider fehlen zum Ratschlag ein paar Fakten


05.09.2022 blauerpaulchen

Um überhaupt einen Rat geben zu können, wäre es gut ein paar Zahlen zu haben:

Wieviel Wohnfläche hat das FW-Haus?
Wie groß ist der zusätzliche Bedarf?

Wenn die Möglichkeit besteht, kann es das beste sein, das Geld in den Dachstuhl zu stecken. Dort ist meist für die Dämmung einiges zu investieren.

Eine andere Möglichkeit ist es in der Scheune weiteren Wohnraum zu schaffen.
Der Fachwerkteil unseres Hauses schließt auch an den gemauerten Stall an, über dem sich schon seit Jahrzehnten/hunderten ein Raum im Fachwerkgeschoss darüber befindet. Aktuell ist es unser Schlafzimmer.

Für beide Möglichkeiten kann man aus der Ferne nur schwer eine Diagnose stellen.

Als Foto noch ein Blick im Schlafzimmer auf die Wand des Fachwerkhauses.

Hier der grobe Aufbau


05.09.2022 Fachwerkhaus123

Unser ursprünglicher Plan war, das Dach zu machen und auch auszubauen, um dort mehr Platz zu schaffen. Es sieht aber so aus, als könnten auch die Balken zwischen unterem Geschoss und dem zweiten "schlecht" sein, genauso die zwischen dem zweiten und dem Dach. Und Gesetz des Falles, dass dann auch die Wände nicht mehr top sind, ist eben die ganze Fachwerkkonstruktion in Frage zu stellen.
Da wir grundsätzlich lieber auf nur zwei Stockwerken leben möchten, statt drei, war die Überlegung, ob man auf die komplette Sandsteinmauern runter muss und darauf neu aufbaut. Oder, ob man die eine Decke aufmacht...schaut und dann weiter ... Wir wollen halt keine vorübergehende Lösung.
In die Scheune ist ähnlich wie bei euch, ein Zimmer auf zweiter Ebene rüber gebaut, da wäre aber noch Platz für ein zweites Zimmer...und unten könnte man in die Scheune noch den Wohn-Essbereich rüber ziehen.

Die wichtigste Frage für uns ist aktuell, ob jemand etwas empfehlen kann, wenn der mittlere Stock in der Konstruktion des Bodens, Decke und/oder Wände nicht mehr gut sind...kann man das trotzdem retten, Stahlträger einziehen zb?

So wird das nix



Sorry, wenn ich es etwas krass ausdrücke, aber wenn ihr konkrete Tipps haben wollt müsst ihr konkrete Daten liefern. Mit "könnte, wollten, möchten", Plänchen vom Wunsch und welcher Raum als Schlafzimmer genutzt wird/werden soll, ist niemand gedient. Es geht erst mal nur um die vorhandene Substanz.
Wie soll man z. B. Tipps geben an wenn ihr euch vor Ort wenden könntet, wenn ihr nicht mal euren Standort, oder wenigstens die Region angebt?
Bei eurer Fragestellung wird es hier im Forum wohl eher bei Konjunktiven bleiben (= verlorene Zeit und Mühe).

Ich empfehle euch ebenfalls entweder einen erfahrenen Zimmerer oder eine Gutachter zu Rate zu ziehen und euch selbst mit dem Thema Hausbau im Allgemeinen und Fachwerkbau im Besonderen AUSGIEBIG zu befassen. (= keine verlorene Zeit und Mühe, ihr werdet es in Zukunft brauchen!!!)
Oder fragt mal hier: https://igbauernhaus.de/de/2-in-ihrer-naehe/aussen-und-kontaktstellen/aussen-und-kontaktstellen-igb.php

Gruß,
KH

Mehrere wirkliche Fachleute vor Ort um deren Meinung fragen



wie denn der Allgemeinzustand tatsächlich ist!

Selbst wenn die auch mal paar hundert Euro verlangen würden, sind das doch Kinkerlitzchen im Vergleich zu den Gesamtkosten eurer geplanten Baumaßnahme!

Ich würde da nur andeuten, dass ich etwas erweitern möchte.
Wenn du bereits sagst, dass du evtl. an Abriss denkst, kann das durchaus verleiten, dazu auch zuzuraten, wo auch ein entsprechend höheres Honorar bei der evtl. Baubegleitung ist. Das ist halt die "Neubaubegleitung".
Wie du sagst ("unser geliebtes Fachwerkhaus") liegt euch das alte Haus auch sehr am Herzen.
Anm.:
Nicht jeder Statiker ist Holzbau-, geschweige Fachwerkspezialist.
Wohingegen "echte", enthusiastische Fachwerkspezialisten im Regelfall auch umfangreiches Statikwissen besitzen.

Mich irritiert besonders, dass ihr früher scheinbar einen großen Anteil des Gebäudes saniert habt und dabei den, lt. Statikeraussage, abrissreifen Zustand nirgendwo vorher festgestellt habt.
Nehmt ihr jetzt also wirklich an, dass ihr in einem "einsturzgefährdeten" Haus wohnt?
Was heißt eigentlich "weniger guter Zustand"?
Weniger gut ist für mich eine "schwammige Beschreibung", die mich darauf schließen lässt, hier wollte jemand keine konkrete Verantwortung, für seine Aussagen übernehmen.
"Weniger gut" heißt für mich "sanierbar",
ansonsten würde ich schlecht und baufällig, also abrissreif sagen!
Man kann den Zustand von Wänden und Decken durchaus auch im bewohnten Zustand zumindest annähernd beurteilen.
Kleine Bohrungen an den neuralgischen Stellen und ein Industrieendoskop einführen, um
z. B. Deckenbalken, zu beurteilen!
Es gibt preisgünstige "Holzkernbohrer" welche Balkenanalysen ermöglichen usw.!
Allein der Zustand eines Dachstuhles lässt doch nicht auf den Gesamtzustand des Hauses schließen.
"Er empfiehlt eher den Abriss, als es alles nach und nach anzugehen."
Für mich sonderbar!
Wenn du nicht schon angedeutet hast, dass Geld keine Rolle spielt!
"Wegen des Aufwandes und der Kosten."
Irgendwie widerspricht sich das doch.
Die Kosten für "Abriss und Neubau" dürften zumindest die Waage halten, eher vielleicht doch teurer werden als eine abschnittweise Vorgehensweise, bei der man Bauteil für Bauteil auch sorgfältig auf den echten Zustand prüfen kann.
Möglicherweise reißt ihr wertvolle Bausubstanz von eurem geliebten Haus rein "prophylaktisch" sinnlos ab, obwohl sie zumindest noch euer Leben lang i.O. gewesen wäre!
"Wegen des Aufwandes ..."
Das gesamte Haus wurde ursprünglich sicher nicht "abschnittsweise" erbaut.
D.h. da gibt es, gerade beim Fachwerkbau, von Wohnhaus zu Scheune übergreifende Bauelemente!
Ein Abriss in eurem Gebäudebestand dürfte deswegen zumindest großenteils Handarbeit voraussetzen. Ich kann mir nicht vorstellen, wie das mit einem Bagger möglich sein soll.
Der dann halt mal die "Hälfte" des Fachwerkgebäudes runterholt, ohne den zu erhaltenden Teil nicht massiv zu beschädigen.
Oder bezieht sich "Wegen des Aufwandes ..." auf euren Willen zu Zeit oder Arbeitsaufwand?
Na ja, dann ...
Anm.:
Aktuell finde ich persönlich keinen Subunternehmer, der mir vor "Sommer 2023" ca. 50 qm Fassade neu verputzt! Vom Preis ganz zu schweigen!
Viel "Spaß" also bei der Suche nach kompetenten Fachfirmen, die euch noch vor "2024" eine nach "Abriss" schlüsselfertige Neubaumaßnahme diesen Umfanges erledigt.
"Haben bisher noch nicht den passenden Experten gefunden ..."
> In welcher Ortschaft steht den euer Haus?
"Es sieht aber so aus, als könnten auch die Balken zwischen unterem Geschoss und dem zweiten "schlecht" sein, genauso die zwischen dem zweiten und dem Dach."
"Es sieht so aus ..."?
Welche gesicherten Kenntnisse lassen euch diesen Schluss zu?
Ist das nur die bloße Aussage dieses "einen" Statikers, die euch insistiert hat, dass da nichts mehr zu retten ist?
Er hat doch (das vermittelst du) kein verbindliches Bauzustandsgutachten gemacht.
Oder doch?
"Die wichtigste Frage für uns ist aktuell, ob jemand etwas empfehlen kann, wenn der mittlere Stock in der Konstruktion des Bodens, Decke und/oder Wände nicht mehr gut sind...kann man das trotzdem retten".
Nochmal die Frage, was heißt "nicht mehr gut sind?
Woher stammt deine Annahme?
Ich habe folgendes hier im Forum schon einmal formuliert!
> "Zurück auf Start!"
Aus der Ferne noch eine Anregung.
> Das Büro könntet ihr doch ins Erdgeschoß statt Küch u.a. verlegen.
Eine simple Wandbeheizung (ganzjährig) sorgt für ein angenehmes Raumklima, du schreibst "Feucht" und die sehr geringen Energiemehrkosten sind Betriebsausgaben.
Kundenempfang optimal im Erdgeschoss!
Darüber dann, unter Einbeziehung des Dachgeschosses, die komplett abgeschlossene Privatwohnung über die bevorzugten "zwei Geschosse".
Nach laienhafter Auffassung vermeintlich nicht mehr tragfähige Dachstühle sind nach meiner Erfahrung in den "seltensten Fällen" nicht mehr kostengünstig sanierbar!
Treppe aus einem z.B. Esszimmer im 1. OG in das Dachgeschoss mit Galerie zum großen Wohnzimmer mit kleinem Dachbalkonausschnitt und damit herrlichem Ausblick auf die Ortschaft.
Hab’ das schon gebaut, verkauft und werde von einer Käuferin seit15 Jahren regelmäßig zum Sommerfest eingeladen! Sie ist glücklich mit ihrer Wohnung.
Wenn du über ein Onlineportal, wie dieses, eine kostenlose Bauberatung zu einer zigtausend Euro - Investition erwartest, ohne massenweise Fotos von den Umständen zu veröffentlichen, so wird das nur laienhafte Geplänkelberatung zur Folge haben, wie
"Ich hab das so gemacht u.ä."!
Die von euch geplanten Baumaßnahmen kosten per se zig - zehntausende Euro!
Egal ob so oder so!
Z.B. 30 Fotos oder mehr von neuralgischen Stellen hier reinzustellen, ist zugegeben "mühselig", aber möglich!
Letztendlich "rechtsverbindliche" Fachberatung zu eurem sehr komplexen Bauvorhaben werdet ihr aber vermutlich auch in diesem Portal nicht "kostenlos" bekommen!
Fachleute, die euch eine kompetente und verbindliche Antwort auf eure Fragen geben, werden das nicht ohne Honorarforderung tun!
Alle wirklichen Fachleute haben ihr Fachwissen mühevoll studiert oder gelernt in der Hoffnung, dass sich diese Mühe und die zig-tausenden Euro Kosten dafür letztendlich auch auszahlen.
"Sanierung" eines Hauses, gleich welcher Bauart, heißt "heilen"!
Frag mal deinen Hausarzt, ob er z.B. deine Knieschmerzen kostenlos behandeln/heilen möchte!

Nachsatz (pragmatisch):
Mir stellt sich immer wieder die Frage, warum so viele Ratsuchende Antworten und Lösungen erwarten, die vermuten lassen, die geplante Sanierungsmaßnahme muss über deren Ableben hinaus wirksam sein!
Eine Sanierungsmaßnahme sollte natürlich ein paar Jahrzehnte wirksam sein. Ja!
Aber schon in z.B. 20 Jahren interessiert das mögliche Erben oder Käufer nicht mehr!
Die werden das Objekt erneut nach ihren Vorstellungen ummodeln oder vielleicht auch abreißen, auch wenn ich heute, für vermeintlich 50 Jahre und mehr vorsorglich saniert habe.
Die Baustandards und Lebensgewohnheiten der Nachfolgegenerationen kann ich niemals voraussagen!
Heute werden sogar 120 Jahre alte, 6 cm dicke Massivholztüren in Gründerzeithäusern gegen mistige Wellstegpappetüren ausgetauscht, weil die halt besser schließen und nie mehr lackiert werden müssen.
3,25 Meter hohe Decken werden 50 cm abgehängt, weil die Raumhöhe besser zu den Ikea-Spanplattenmöbeln passen.
Lasst den Nachfolgegenerationen sanierbare Bausubstanz übrig!
Soviel für heute.

Karl-Heinz Hubel kann ich nur Recht geben!!!



Zitat von Karl-Heinz Hubel, weil seine Aussagen so wichig sind:
"So wird das nix
05.09.2022 Rheinhessische Lehmbau | Karl-Heinz Hubel | Bodenheim
Sorry, wenn ich es etwas krass ausdrücke, aber wenn ihr konkrete Tipps haben wollt müsst ihr konkrete Daten liefern. Mit "könnte, wollten, möchten", Plänchen vom Wunsch und welcher Raum als Schlafzimmer genutzt wird/werden soll, ist niemand gedient. Es geht erst mal nur um die vorhandene Substanz.
Wie soll man z. B. Tipps geben an wenn ihr euch vor Ort wenden könntet, wenn ihr nicht mal euren Standort, oder wenigstens die Region angebt?
Bei eurer Fragestellung wird es hier im Forum wohl eher bei Konjunktiven bleiben (= verlorene Zeit und Mühe).
Zitat seines Beitrages:
"Ich empfehle euch ebenfalls entweder einen erfahrenen Zimmerer oder eine Gutachter zu Rate zu ziehen und euch selbst mit dem Thema Hausbau im Allgemeinen und Fachwerkbau im Besonderen AUSGIEBIG zu befassen. (= keine verlorene Zeit und Mühe, ihr werdet es in Zukunft brauchen!!!)
Oder fragt mal hier: https://igbauernhaus.de/de/2-in-ihrer-naehe/aussen-und-kontaktstellen/aussen-und-kontaktstellen-igb.php

Gruß,
K,H "

Erst mal Gruß an Karl-Heinz
und Karl - Heinz, danke für deine Offenheit!
Auch ich bin für klare Worte, da haben wir was gemeinsam!
Hab deinen Kommentar erst nach meiner Antwort an den/die Fragesteller/in genau gelesen!
Entschuldige, du hast ja alles gesagt und meine nachfolgenden Zeilen waren damit eigentlich überflüssig!
Kann dir nur zustimmen!
Beste Grüße an dich
und ich denke, wir sind uns da auch einig,
Beste Grüße auch an den/die Fragesteller/in

Dankeschön


06.09.2022 Fachwerkhaus123

Hallo zusammen,

Erst Mal einen großen Dank für die investierte Zeit, die Ehrlichkeit und Direktheit.
Wir müssen tatsächlich nochmal auf den Anfang zurück und uns mit Spezialist unterhalten. Erst, wenn wir da eine objektive, fachliche Meinung haben, können wir weitermachen.
In Summe ist das auch nicht eilig, da der Platz aktuell noch ausreicht.
Vielen Dank auch für den Link, da sind wirklich interessante Themen zu finden. Kannte ich noch nicht vorher.

Gibt es einen Tipp, wie man an Fachwerk Spezialisten in seiner Region herankommt, außer der Direktsuche bei Google?
Region: Heilbronn Franken

Vielen Dank nochmal für Ihre Hilfe. Wir melden uns wieder, wenn es konkreter wird.

Grüße

Fragt...



...besser einen fachwerkerfahrenen Zimmermann. Oder 2.

Der Architekt hat vermutlich keine Ahnung vom Fachwerk, und / oder keine Lust auf solch kleinteiligen "Kram". Wenn er ein 08/15 - Projekt aus der Schublade zieht und für Euch ein klein bisschen anpasst, verdient er ungleich schneller und einfacher...

Grüße

Thomas

@Thomas,das bedarf schon einer Richtigstellung



Zitat:
"Der Architekt hat vermutlich keine Ahnung vom Fachwerk, und / oder keine Lust auf solch kleinteiligen "Kram". "
Wie auch immer, aber lass mal die Kirche beim Dorf!
Und das ist jetzt keine "Krümelkackerei"!
Der/die Fragesteller/in hat, wie er/sie ausdrücklich schreibt, einen "Statiker" und keinen "Architekten" um Rat gebeten!
Das war die richtige Vorgehensweise, wenn es dann auch zutrifft!
Er/sie "plant" evtl. einen Architekten einzuschalten
Statik und Architektur haben gemeinsam was mit Bau zu tun, aber mehr Gemeinsamkeiten gibt es auch nicht!
Der Architekt plant/ entwirft "bei der Altbausanierung" etwas auf der Grundlage einer Statikeraussage zum Objekt!
Meine Meinung zu den angeblichen Statikeraussagen war keinesfalls ein pauschales "Statiker-Bashing"!
Ich habe meine Aussagen entsprechend sorgfältig relativiert!
Das nur zur Richtigstellung.

@ Michael



Der/ Die / Das Statiker / Architekt : Beide sind oft mit Fachwerk überfordert. Mein Schwerpunkt wären sie, bis auf wenige Ausnahmen, eben nicht für die Einschätzung des Fachwerks hinsichtlich Bauzustand und Aufwand. Beide schätzen ja nur, was der / die / das Zimmermann / Zimmerfrau / Zimmerdivers tun muß...

Im übrigen: Hört Dir sonst keiner zu? Wenn man fast nix über das Haus weiß, wozu dann aus der Ferne so weit ausholen? Richtigstellen? Differenzieren? Das steht doch alles auf Sand.

Frohes Schaffen...

Thomas

P.S. Du schreibst selbst in Deinem Profil: "Ich verneige mich gedanklich immer wieder ausdrücklich vor diesen Meistern des Zimmerns, Mauerns, Schmiedens, Schlosserns u.ä.!". Genau so sehe ich das auch.

So ähnlich war es bei mir auch!


07.09.2022 Upcycling Wolle

Ich hatte ein ähnliches Dilemma und hab mich aber letztendlich für den Erhalt entschieden!
Vieles war für mich Neuland und eine Menge Aufgaben standen / stehen noch an, aber man wächst hinein …
Bei mir hab ich auch die Info von vielen Bauunternehmen die ( dazu will ich nicht näher eingehen ) mich beraten haben und mir mehr Angst machten und sich immer wieder vor Entscheidungen drückten!
Mir war es letztendlich klar, dass ein Haus was über 150 fest an Ort und Stelle steht, auch weitere 100 Jahre stehen kann!
Mittlerweile ist das Dach neu gedeckt, die Wände gesichert und als nächstes ist der Boden im Oktober dran!
Entscheidend für mich war, kann ich es
a) finanziell Stämmen
b) ist es für mich arbeitstechnisch und zeitlich machbar
c) Lebensqualität

Ich rede hier von einem 5x5m Häuschen mit einer Etage und etwas Land drumherum! Für mich ideal und realisierbar!
Ich habe auf meinen Reisen um die Welt viel extremere bewohnte Bauten gesehen und kann dir nur sagen: „Ich würde mich wieder dafür entscheiden! Jedoch baue ich nur mit meinem Kapital und bestimmte Arbeiten, wie eben das Dach hat bei mir ein Traditionsbetrieb durchgeführt! Vieles kann man selbst verrichten!
Unkosten kannst du durch Upcycling und durchstöbern von Angeboten minimieren!
Für mich ist die Rechnung aufgegangen und zum Glück hab ich mich durchgesetzt und kein neues Haus (anfänglich 120 000€ dann über 240 000€ mit weiteren Baukosten, da die Anbindung noch nicht mit einberechnet war)
Wenn ich gut bin, dann liege ich deutlich unter
100 000€ und kann immer noch meine Reisen durchführen!
Glück Auf!

Sehr schön!



@Upcycling Wolle
Dein Kommentar gefällt mir!
So ähnlich habe ich es mit meiner Hütte auch gemacht, nur ein paar Nummern größer.
Zu Anfang, als "echte" Rohbauarbeiten anstanden, sind wir in Neubaugebieten rum gefahren, haben geschaut wo die Rohbauten fertig waren, aber noch Steine und/oder Zementsäcke rum lagen. Wir haben dann gefragt, ob wir sie haben können. Die meisten bekamen wir sogar geschenkt, weil die Häuslebauer froh waren, sie nicht mehr anfassen zu müssen.
Die Biberschwanzziegel meiner Scheune waren vorher auf einem Haus drei Straßen weiter, das abgerissen wurde. Mit 3 Mann eine Samstagaktion und schon hatte ich ein "neues" Dach im Hof liegen. Kosten: Ein Grillabend mit den 2 Helfer.
Die 120 m² Basalt-Pflastersteine für meinen Hof habe ich über mehrere Jahre zusammen gesammelt. Einige von Straßenbaustellen, die meisten von der Bauschuttdeponie. Zum Schluss waren es sogar zu viele, die konnte ich verkaufen.
Du hast völlig recht, man kann viel Geld sparen, wenn man vorausschauend plant, etwas "kreativ" ist und keine Angst vor zusätzlicher Arbeit hat.

Gruß,
KH

Schade, schade!



@Thomas W. Böhme, Restauratio GmbH, DE-01326 Dresden

Ich habe mich in dieser Community angemeldet, weil ich die eigentlich sehr sachliche Art und Weise, wie man hier miteinander umgeht, sehr schön fand.
Entgegen anderen Socialmediaplattformen, ist dieses Forum doch lediglich ein Austausch von fachlichen Fragen und Antworten, fachlichen Einschätzungen und Gegenreden, Vorschlägen und natürlich auch von Richtigstellungen, egal welcher Art.
"Pauschale" Aussagen zu Fachfragen werden hier zu Recht kritisiert und auch eine sachliche Gegenrede zu einer objektiv verallgemeinernden Aussage sollte, nein sie muss, erlaubt sein!
Ob Laien oder Fachleute, die hier eine fachliche Frage stellen, sie alle erwarten doch gerade einen lebhaften und ungeschönten Diskurs, ehrliche Antworten, Kritik und Ratschläge und Verbesserungsvorschläge von (auch anderen) Fachkundigen zu ihren Fragen.
Wenn ich das nicht falsch sehe, ist das auch der Charakter, das Ansinnen des Betreibers dieses "Fachforums" entgegen anderen Socialmediaplattformen.

Du schreibst "@Michael", also sprichst Du mich in aller Öffentlichkeit (und das Netz vergisst leider nichts) direkt an:

>>> "Im übrigen: Hört Dir sonst keiner zu? ... <<<

Was bezweckst Du mit dieser öffentlichen, eindeutig beleidigenden, Attacke gegen mich, einem Dir völlig unbekannten Communitymitglied?
Ich habe lediglich in aller "Sachlichkeit" richtiggestellt, dass die Fragesteller einen Statiker und keinen Architekten um Rat gefragt haben.

Praktiziere das bei "Facebook und Co", da wird man Dir (für mich nur vom Hörensagen bekannt) sicher auf deinen "Fehdehandschuh" aus dem Nichts gerne in gleicher aggressiver Form antworten und schon hast Du das, was Du anscheinend (ich hoffe mich zu irren) von mir erwartest, eine "stillose Gegenattake" !
Wir kennen uns beide nicht, also wenn Dir meine Nase nicht passt, aus welchen Gründen auch immer, dann fasse erst mal an Deine!

>"... Wenn man fast nix über das Haus weiß, wozu dann aus der Ferne so weit ausholen? Richtigstellen? Differenzieren? Das steht doch alles auf Sand. Frohes Schaffen... Thomas"<

Wenn ich unter diesem Thema recherchiere, hast Du im Gegensatz zu
z.B. Karl-Heinz Hubel, Rheinhessische Lehmbau, DE-55294 Bodenheim,
mir u. a. nicht "eine" Frage an die Ratsuchenden gestellt, um mehr über das Haus der Fragesteller zu erfahren!
Dein lediglich zweifaches, unbelegtes und pauschales Bashing von durchaus ehrbaren Fachleuten wie Statikern und Architekten (deren jahrelanges Studium vermittelt jedenfalls mehr als nur Bodenleger- und Möbelrestaurationskenntnisse) ist keine Antwort auf die ursprüngliche Frage, vielmehr schafft es noch weitere Unsicherheit bei den Fragestellern!

Aber auch mit der Attacke gegen mich hast Du jedenfalls für die Fragesteller und natürlich auch Mitleser nichts wirklich Relevantes hier geschrieben!
Geht es Dir also nur um öffentliche Aufmerksamkeit?
Dann poste unter Facebook und Co.!
Ein substanziell verwertbarer Rat eines "wirklichen Fachmanns" sieht anders aus!

Ok, Deine Selbstwertgefühle halten es nicht aus, dass Statiker, Architekten, staatlich geprüfte Techniker und geprüfte Meister eines, ja mehrerer Baufächer, mehr Kenntnisse haben als Du als ein Bodenleger?
> Dann musst Du dringend an Dir selber arbeiten!
Deswegen darfst Du aber Dir völlig unbekannte Forenteilnehmer (Du zwingst mich das öffentlich zu machen!),

mit zwei abgeschlossenen Studien, zwei Meisterabschlüssen (Note 1,5), drei Gesellenprüfungen (Note 1) und "48 Jahren" Erfahrung als praktizierender Bauhandwerker und freier Gutachter so mir nichts, dir nichts" einfach mal grundlos öffentlich verletzen!
"Schuster bleib bei deinem Leisten!"
Die Fähigkeit alte Möbel restaurieren zu können, dass will ich Dir keinesfalls absprechen (!),
befähigt nicht automatisch beim Thema Fachwerk mitsprechen zu können!
Sanierung von Bodenbelägen kann "ein" Teil von anfallenden Arbeiten bei der Sanierung von Altbauten sein.
Aber auch diese Spezialkenntnis befähigen nicht automatisch beim Thema Fachwerk mitsprechen zu können!
So ist das halt!
Eines solltest Du aber grundsätzlich verinnerlichen:
Zwischen Architektur und Statik besteht ein gravierender Unterschied!

Sicherlich, lieber Michael,



warst Du bei all Deinen überzeugenden Qualifikationen auch ein ganz toller Wandzeitungsredakteur in der Berufsschule. Stell Dein Licht nicht unter den Scheffel!

Aber darum geht es hier doch gar nicht. Ich war (und bin jetzt noch viel mehr) der Meinung, daß eine karge Fragestellung nicht zu einem überzogenen Thread führen muss.

Ferner nervt mich Deine belehrende und zurechtweisende Art. Allein der Verschleiß von Ausrufezeichen, selbst hinter banalen Sätzen. Man fühlt sich ja ständig angebrüllt. Ich bin hier schon viel zu lange, um Aufmerksamkeit generieren zu müssen. Scheinbar gehöre ich zu den am längsten aktuell aktiven Mitstreitern hier. Ich habe hier schon alles mögliche lesen dürfen - aus der Ruhe bringt mich das nicht mehr. Facebook? Wer braucht das noch?

Du fühlst Dich beleidigt. Wovon denn? Aber vielleicht lässt sich ja ein Safespace für sich beleidigt fühlende Forenmitglieder einrichten?

Auch Du bist weder Architekt, Statiker noch Zimmermann. Und selbst wenn, wüsstest Du auch nicht mehr über das Objekt des Fragestellers als der Tischler, Restaurator und Dipl. Museologe mit hinreichend Bauerfahrung über seine Kernkompetenz hinaus. Weil hier nicht mehr steht...

Also lade ich ein, den Ball flachzuhalten. Nur so eine vage Idee: Gib mit all Deinen Kompetenzen ein wenig weniger Gas, dann drehen die Reifen auch nicht durch und die Fragesteller haben 'was davon.

Für mich ist, sollte kein weiterer Input des Fragestellers kommen, hier alles gesagt.

Frohes Schaffen

Thomas

Lösungsansätze


08.09.2022 Tilman

@Michael: Wenn man mal berücksichtigt, dass vom Fragesteller bis heute keinerlei Daten und Fotos geliefert wurden, anhand derer man den Zustand wenigstens erahnen kann, ist Thomas' Beitrag in meinen Augen eher der bisher einzig zielführende.

Niemand spricht hier Statikern und Architekten ihre Kompetenz ab aber die handwerkliche Erfahrung, wie etwas instandzusetzen ist, fehlt ihnen in der Regel. Sie können zwar den Sollzustand aufzeigen und eventuell noch den Istzustand beurteilen, doch damit alleine ist hier niemandem gedient. Erst der Zimmermann kann in der Regel Methoden gegeneinander abwägen und damit einen Sanierungsaufwand beziffern, weil genau das sein Job ist.

Btw: Ist Dir eigentlich aufgefallen, dass Du Dich zwei A4-Seiten lang über Unsachlichkeit beschwerst, was per se unsachlich ist? ;)

Viele Grüße
Tilman

Vielen Dank...


08.09.2022 Fachwerkhaus123

Für den ganzen Input, die Ideen, die Ehrlichkeit und das Mutmachen.

Es war nicht unsere Intension, dass das hier in so eine Richtung geht...wir können hier gerne sachlich bleiben und müssen nichts untereinander ausfechten.
Wir haben für uns nun folgenden Weg gewählt, so hatte ich das vorher schon Mal geschrieben: wir werden Fachmänner konsultieren und uns erst ein finales Bild der Lage beschaffen...vor allem auch von mehreren Spezialisten.
Wir sind hier einfach schon zu schnell losgerannt und es hatte auch einen Grund, warum wir hier (noch) keine Bilder veröffentlicht hatten. Darauf gehe ich nun nicht näher ein.
Es ging uns letztendlich gar nicht um die Beurteilung des Objektes, sondern vielmehr darum, ob jemand schon mal ein Projekt hier hatte, bei dem ein Fachwerkhaus z.B. mit Fertighauselementen kombiniert wurde... Dennoch haben wir festgestellt, dass wir an diesem Punkt einfach noch nicht sind.

Dennoch Danken wir sehr für Ihre Zeit und Hilfe und auch wenn es vielleicht nicht den Anschein hatte, haben wir daraus Mut geschöpft und unsere nötig nächsten Schritte daraus gezogen.

Falls nötig, kommen wir mit konkreteren Themen nochmal auf euch zu.

Viele Grüße

Ergänzungen:



"ob jemand schon mal ein Projekt hier hatte, bei dem ein Fachwerkhaus z.B. mit Fertighauselementen kombiniert wurde... "

Schau Dir doch 'mal die Seite NUR-HOLZ von Rolf Rombach an. Montagefertig ausgeformte Schichtholzplatten (nix Leim, die sind mit hölzernen Schrauben zusammengehalten) Für Wand, Decken, Dach. Der komplette Rohbau steht in wenigen Tagen, und er ist sehr selberbauerfreundlich. Keine Baufeuchte, sofort Innenausbau möglich, bei richtiger Planung können viele Plattenflächen schon als wohnfertige Oberflächen genutzt werden. Das Holz ist überwiegend schon selbst Dämmung, mit exzellenten Wärmespeicherwerten und warmer Oberfläche.

Hätte ich nicht hinreichend Altbau am Bein, würde ich genau damit für mich bauen.

Grüße

Thomas