Aufbrennsperre Kalk-Filzputz


12.09.2022 Thommes 3 186

Hallo zusammen,

mein Haus ist nun innen endlich verputzt ...mit Solubel Luftkalkmörtel.
die Putzer haben sich gequält...aber haben es geschafft.
mit dem Ergebnis bin ich sehr zufrieden....

im Keller habe ich den Filzputz selbst aufgetragen....ich musste doch sehr stark vornässen um ein aufbrennen/ zu schnelles anziehen zu vermeiden .

im Wohnraum sollen es die Profis machen ...da ist mir eine gleichmäßige Struktur / Optik wichtig..
nach einem Test an einer kleinen Wand haben wir festgestellt das wir eine Art Aufbrennsperre brauchen.
Im Wohnraum kann nicht so Vorgenässt werden wie im Keller.

nun habe ich mit Solubel telefoniert und ich habe wohl 2 Möglichkeiten .

zum einen kann ich mit einem gemisch : ein Liter Milch und einem Liter Wasser die Wände vorbereiten.
zum anderen eine handelsübliche Aufbrennsperre 1:1 mit Wasser verdünnen.

gibts da Erfahrungen oder noch andere Tips dazu ?!?

gruß
thomas

Re: Aufbrennsperre



Hallo Thomas,

zum Einen, "aufbrennen" und "zu schnelles anziehen" sind zwei Paar Schuhe. Das Eine hat mit dem Anderen zunächst nichts zu tun. Aufbrennen heißt, der Kalkputz bekommt zu wenig Feuchtigkeit um zu cabonatisieren. Das passiert erst nach dem Verputzen, wenn der Putz zu schnell austrocknet.
Wenn der Putz beim Bearbeiten an der Wand zu schnell zu fest wird, lässt er sich zwar nur noch sehr besch...en abziehen/glätten, er brennt aber so lange nicht auf wie er noch feucht ist.

Du schreibst, dass du einen Solubel-Putz verwendest. Aus eigener Erfahrung (habe schon oft Solubel verarbeitet) weiß ich dass der sich im Vergleich zu anderen Kalkputzen recht schwierig verarbeiten lässt, weil er, einmal an die Wand geworfen/aufgezogen, sehr schnell, d. h., mit/nach wenigen Glätter-/Kartätschenzügen, ziemlich fest verdichtet. Korrekturen sind dann recht kräftezehrend. Das hat aber eher etwas mit dem Produkt zu tun, weniger mit Vornässen/Aufbrennsperren/usw..
Aus dem Grund (und dem hohen Preis) bin ich von Solubel ganz weg. Ich verwende nur noch Hessler Kalkputze. Die sind preisgünstiger und lassen sich viel besser verarbeiten, sowohl von Hand als auch mit der Putzmaschine.
Ich verarbeite zwar Kalkputz nicht tagtäglich, habe aber bis jetzt noch nie eine Aufbrennsperre gebraucht. Auch in Innenräumen und/oder auf extrem saugenden Porotonsteinen nicht.
Da wo ich nicht mit dem Gartenschlauch vornässen kann. verwende ich eine Pumpsprühflasche, mit der ich die Wand halt 5-6 mal einsprühe und/oder mache einen Vorspritz mit Hessler HP14 Kalk-Haftputz. Der hat extrem viel Cellulose drin. Cellulose hält viel Wasser und dadurch den Vorspritz und den nachfolgenden Putz länger feucht.

Unabhängig davon, was spricht gegen den Rat von Hr. Ruf (Solubel)? Wenns einer weiß, dann er. Ich würde zur verdünnten Milch tendieren, a) weils billiger ist, b) weils ohne "Chemie" ist.

Gruß,
KH

ich werde es einfach


15.09.2022 Thommes

testen...an 2 kleinen wänden.

dann schau ich einfach was am besten funktioniert.

gruß

Ergebnis


20.09.2022 Jörg Odw.

Hast du ein Ergebnis für uns ? Danke JL