Einbindende Bauteile bei Innendämmung Zellulose mit Ständerwerk - Detailfragen


21.09.2022 Max 4 275

Hallo in die Runde,

ich möchte meine Außenwände (36 cm Vollziegel) von innen mit einer Einbläsdämmung (ala Holzbau - die neue Quadriga) versehen.

Aufbau von innen nach außen:

12,5 mm Gipskarton
12 oder 15 mm OSB (als Dampfbremse)
Holzständerwerk
Einblasdämmung

Jetzt frage ich mich, wie ich angrenzende Fensterlaibungen (Fenster sollen nicht getauscht werden) und einbindende Innenwände dämmen soll, um Wärmebrücken zu vermeiden.

Bei Dämmungen mit festen Platten (Multipor, Holzweichfaser) gibt es Dämmkeile für Innenwände. Aber wie macht man das bei Vorsatzschalen?
Kann ich eine Vorsatzschale vor der Außenband mit einem Holzweichfaser Dämmkeil an der angrenzenden Innenwand kombinieren? Der Dämmkeil müsste dann ja auch mit einer Dampfbremse versehen werden, oder? Oder Diffusionsdichte Dämmkeile verwenden?

Gleiche Frage bei der Fensterlaibung: Hier habe ich nur ca 3-4 cm Platz zur Verfügung, zu wenig um die Vorsatzschale in die Fensterlaibung zu führen und auszublasen. Wie kann ich hier den Anschluss ans Ständerwerk machen?
Diffusionsoffen, oder besser diffusionsdicht mit Bauplatten (z.B. Wedi, Jackoboard).

Vielen Dank!

Warum?


21.09.2022 Engelbert

Hallo Max,

grundsätzlich ist dämmen ja gut.
Aber warum will man eine EInblasdämmung Innen? Im Mauerwerk jeden Tag, Dachboden ja
Du verlierst Raum, deine Rahmenträger sind von den physikalischen Eigenschaften anders als die Wolle.

lese diesen Thread bis zum Ende, und führe die beschriebenen Links aus.
Youtube und Ubakus!!
https://community.fachwerk.de/index.cfm/ly/1/0/forum/a/showForum/305935$.cfm

Ich würde mir eine bessere Lösung ausdenken, und diese zur Diskussion stellen.

Weil die Wände krumm und schief sind


21.09.2022 Max

und ich mir daher das vorherige glatt/gerade verputzen sparen möchte.
Die Vorsatzschale hat dann direkt schon eine Installationsebene.

Alternativ könnte statt einblasen ich auch weiche Materialien wie Steicoflex nehmen, aber das Problem mit den einbindenden Bauteilen bleibt das gleiche.

220mm weniger Raum


21.09.2022 Engelbert

ja die Installationsebene kann vor die Isolierung.
=> Kreuzlattung 50-60mm Aufbau.
nach Ubakus hat dein Haus einen U-Wert von 1,7 +-0,3. Je nach Ziegel, was du uns nicht mitteilst.
Um deinen Umbau sinnvoll zu machen, würde man einen U-Wert von 0,24 anstreben.
Sprich du musst 140mm 35er Glasswolle einbauen, plus Installtionsebene, plus Platte, plus verspachteln, plus.... da kommt man schnell auf 220mm Wandstärke. Die Fensternischen nicht betrachtet.

Bei Steikoflex wird es dicker.
Weiterhin wirst du die Fußbodenbereiche der Wand auch dämmen müssen,
hier wartet wieder Arbeit mit Filigrancharater.
Ich glaube das eine dünne Holzfaserplatte die Wände schnell begradigt, das kann mit Lehm und einer Wandheizung erfolgen(optional).
Von Außen würde man die Dämmung vorbauen, klassischer Fall

Ich habe die Einblasdämmung genommen, weil der Hohlraum vorhanden war.
Andererseits war unsere Fassade alt, rissig, mit superdicker Latex gestrichen
(Blasenwurf mit Wassereinschluß)
Und hier habe ich eine Vorhangfassade gewählt, auch weil die Wand nicht gerade sondern alle 1,5m um 3cm versprang. Kunst am Bau nannte man das früher.
Die Unterkonstruktion der Vorhangfassade hat Kraft gekostet, die Hardyplank waren dazu schnell montiert.
Da versteht man, warum die Handwerker soviel Geld für eine Vorhangfassade nehmen!!!

Dämmung Leibungen und einbindende Wände



Du hast doch die Lösung für die Leibungen und einbindenden Wände schon selbst geschrieben:
WEDI- oder Jacko.
Die sind aus geschlossenzelligem Schaum, wirken also ebenfalls als Dampfbremse.
Du musst halt nur die Anschlussfugen zu den OSB mit einem dauerhaft klebenden Klebeband abkleben.

Gruß,
KH