Fraßlöcher in neuer Sparschalung: welche Insekten sind das?


30.09.2022 matzehaus 4 360

Hallo liebe community,

ich habe vorhin Sparschalung im Fachmarkt gekauft und zu Hause festgestellt, dass da Fraßgänge und Fraßlöcher drin sind (s. folgende Fotos).

Meine Frage: ist das neuerdings die Holzqualität, mit der man rechnen muss? Ich könnte mir vorstellen, dass es sich um nicht mehr aktive Befallsstellen handelt, da die Gänge teilweise durch das Aufsägen freigelegt worden sind? Aber weiß man das?

Ist das mittlerweile bei Holz so üblich, weil zum Beispiel Borkenkäferholz abgeernet wird und dann in Sägewerk kommt?

Würdet ihr das Holz so in der Decke verbauen?

Viele Grüße

Bild 2


30.09.2022 matzehaus

weiteres Bild

Bild 3


30.09.2022 matzehaus

weiteres Bild

wurmlöcher.....


30.09.2022 Thommes

sind nicht schön...aber dürfen in div Bauholz-qualitäten durchaus vorkommen.
die Hölzer sind meist technisch getrocknet.....daher stirbt da alles ab was noch im Holz leben könnte.

wenn es technisch getrocknet ist, würde ich es verbauen........ich hab da kein problem damit.

gruß

Borkenkäfer


04.10.2022 Andreas Herpich

ist im Prinzip der Sammelbegriff für einen Käferschädling, der hauptsächlich (z.B. durch Wassermangel) geschädigte Flachwurzler wie Fichten befällt.
Wie mein Vorredner schon richtig anführt, wird der Schädling bei der technischen Abtrocknung abgetötet und stellt aus meiner Sicht - eine ordnungsgemäße, technische Trocknung vorausgesetzt - kein Risiko mehr dar.
Für eine Sparschalung halte ich Käferholz sogar für sehr geeignet, da hier der optische Mangel nicht ins Gewicht fällt.
Der Vollständigkeit halber will ich anführen, dass Käferholz, das zu lange im Wald gelagert wurde, nicht ganz die Festigkeit seiner gesunden Kollegen vorweisen kann, aber das spielt aus meiner Sicht nur dann eine Rolle, wenn hohe, statische Anforderungen an das jeweilige Holz gestellt werden oder das Holz für den freibewitterten Außenbereich gedacht ist.
Ganz allgemein will ich nochmal klar sagen, dass die Vernichtung von Käferholz durch staatlich subventioniertes Häckseln in den befallenen Wäldern eine sinnfreie Vernichtung von verwendbaren Materialien darstellt. Käferholz lässt sich für viele Maßnahmen bedenkenlos hernehmen, zumal der Käfer oft nur im Schwartenbereich auftritt und das Kernholz selbst oft gar nicht befallen ist.