Untergrund für Innendämmung


13.11.2022 blingbling 4 321

Hallo community,
ich habe eine Frage bezüglich der Innendämmung. Ich habe bereits das Forum hier durchsucht, hätte aber eine spezielle Frage.
Wir bauen eine Scheune zum Wohnhaus um. Es handelt sich um eine Zweischaliges Mauerwerk mit innerer, tragender Balkenkonstruktion. Damit das Holz möglichst lang erhalten bleibt, habe ich mich für einen zukünftigen Lehmputz mit Wandheizung entschieden. Darunter sollte ggf. eine Dämmung mittels Holzweichfaserplatten oder auch Klimasan-Kalkdämmputz. Was macht hier mehr Sinn, bzw. ist es zu empfehlen, als Untergrund für die Dämmung eine egale Fläche auch Klimasan zu erstellen und darauf die HWF-Platten, oder besser einen einfachen Kalkputz oder ganz anders. Gerade in den Fensterlaibungen würde ich gern eine Laibungsdämmplatte nutzen.
Im U-Wert-Rechner kommt es immer zur Bildung von Kondensat, wobei ich aber gelesen habe, dass bei Innendämmungen, welce kapillaraktiv sind, diese Feuchgte dann gut wieder an den Raum abgegeben werden kann.

Vielen Dank

Zweischaligkeit



Eine Aussage dazu wird nur möglich, wenn du den vollständigen Wandaufbau und Materialbeschreibung, wie er geplant ist, hier mitteilst.
Ubakus o.ä. Onlinerechner sind schöne und liebevoll gemachte Näherungsmodelle des realen Feuchteverhaltens. Sie berücksichtigen aber keine Kapillarität und kein Zusammespiel mit dem Diffusionsverhalten der Materialien.

Danke

Danke erst einmal


14.11.2022 blingbling

Es handelt sich um ein Hohlmauerwerk im Kästelverband aus Ziegel. Also 1 Ziegellänge = etwa 25cm Mauerwerksdicke. Außen kommt auf die Ostseite eine Lärchenschale mit 3cm Holzweichfaserdämmung. Der Rest bleibt von außen her ungedämmt. Architekt hat mit Klimasan Innendämmputz geplant. Ich überlege wegen einer Holzweichfaserdämmung Innen (s. post weiter oben) +Wandheizung.

Viele Grüße

Quelle: https://docplayer.org/20874384-D8-9-educational-material-for-university-studies.html

über


24.11.2022 blingbling

über weitere Tipps würd ich mich sehr freuen!

Re: über



Zu dem was Markus Mattonet schon schrieb noch zusätzlich:
Zum Einen, wie siehts denn mit aufsteigender Feuchtigkeit aus? Ist das Mauerwerk von unten her trocken? Gibts eine Horizontalsperre? Wenn mit Feuchtigkeit im Mauerwerk zu rechnen ist, sollte man generell keine organischen Dämmstoffe verwenden, weil das Risiko, dass sie von hinten her verrotten zu groß ist. Wenn überhaupt, dann verrwenet man besser Mineralschaumplatten, z. B. Xella Multipor, Weber Saint Gobain MD 042, Knauf TecTem, o. ä..
Zum Anderen, ein Dämmputz ist kein Dämmstoff im eigentlichen Sinn. Der Lambda-Wert ist dazu zu schlecht.
M. M. n. sollt man einen Dämmputz nur außen, quasi als zusätzlichen "Kälteschutz" verwenden.

Gruß,
KH