Heizkamin Eagle / Jag

Deutschland-Ofen


Als es noch übersichtliche und günstige Fachmessen gab, waren diese auch für uns interessant. So auch die 1. IFK (intern. Fachm. Kachelofen), 1989, in Ulm. Da es am früheren Standort zu Querelen wegen Schleichwerbung kam, verzichtete die Messeleitung konsequent auf ein Bildmotiv. Aber echte Kunsthandwerker toben sich gerne aus. Erst recht, wenn sie am liebsten im Dreck und mit Feuer spielen. Deshalb einigten wir uns u.a. auf einen, liegenden, Adler, die Flügel in Drohgebärde, in Weiß und Gold. Ein Podest als Untersims, Brust mit Kaminfeuer, den Obersims nach Hinten 2fach gebogen - wie der Flügelansatz mit Federn und die Kaminhaube als Übergang von Brust in Hals. Aus technischen Gründen wurde der Brustübergang der einer Taube und Augen mit Schnabel in Keramik ließen wir lieber weg - es wäre damals zu bedrohlich für viele Menschen gewesen. Auf jeden Fall war die gesamte Presse im Ulmer Raum der Meinung, der Eagle ist das passende Leitbild. Und alle mit uns befreundeten Verkaufsleiter anderer Beschicker, nebst dem Chef unseres Heizkessels und einigen Geschäftskunden, tauften den Eagle in Jag um. Das "gehobene Volk" ist einfach trivial und so lagen Ihnen - auch weiblichen - die femininen Rundungen des Jag; Jaguar MK I (+ II), näher. Seit ein paar Jahren hat sich das Bewußtsein geändert und mir bleibt wieder die Hoffnung, es könnte ihn jemand mit Kopf wollen. er ist übrigens fast komplett aus Gasbeton gebaut. Allerdings ohne Konvektionsluftführung. Seine reale Mindestleistung ist 2 KW, bei den nominalen 6 - 8 KW legt man sich lieber in 3 - 5 m auf ein Fell und bei den maximalen 16 KW ist die Strahlungwärme nach 5 m noch viel zu heiß. Warum so ein Spielzeug? man kann einen Raum umweltfreundlich mit Lagerfeuer heizen - und bei Bedarf einem unserer wichtigen Urinstinkten (Feuer) frönen. Leider habe ich gerade nur das nicht so gute Pressephoto zur Verfügung.