Deutschland-Allgemein



Vielen Dank für die rege und informative Diskussion! Ich sehe, dass ich im Forum richtig gelandet bin. Ein Abriss kommt wie Andreas sagt, überhaupt nicht in Frage. Die Bausubstanz ist eigentlich in gutem Zustand. Nur energetisch gesehen ist viel zu tun. Zudem hat das alte Siedlungshaus ein schönes etwas, was Neubauten unsere Meinung nach nicht haben. Zudem ein Neubau wird bei den geplannten Sanierungskosten niemals günstiger sein. Der Zustand des Hauses wurde vom Architekt geprüft und eine Kostenaufstellung für die Sanierung gemacht. Ein richtiges Gutachten gab es nicht. Das Haus war preislich die Gegend entsprechend. Also kein Schnäppchen aber auch nicht teuer. Sanierungspolster wurde genug berechnet. Wir möchten aber nicht das ganze Geld in energetische Sanierung ausgeben, sondern wollen auch Komfort und shöne Ausstattung usw. haben. Was bringt ein Haus mit Außenhülle nach Passivhausstandard, dass innen als Dauerbaustelle aus Kostengründe bleiben muss? Aber nun zurück zur Thema. Der Ölverbrauch können wir ermitteln. Der wird uns jedoch nicht weiter bringen, um den Zustand des Hauses zu ermitteln. Das komplette EG ist mit Styropor-Gipskarton von innen gedämmt. Das OG „Fleckenweise“ mit Glaswolle und das Spitzdach mit 6cm Steinwolle gedämmt (Zustand: Schlecht). Das ganze Zeugs kommt raus und somit wird der Energieverbrauch aus der Vergangenheit nicht mehr verwendbar. Im Bauantrag habe ich gefunden, dass das Mauerwerk aus „Meurin-Vollblockstein 25cm“ gebaut wurde. Auf eine Anfrage, schrieb der Hersteller zurück: „Erfahrungsgemäß ist es aber bei diesem älteren Mauerwerk aus haufwerksporigem Leichtbeton hinreichend genau, die Angaben zur Wärmeleitfähigkeit in Abhängigkeit der Steinrohdichteklasse aus DIN 4108-4 zu entnehmen.“ Also zum Glück kein „Vollklinker“ mit 2,2 U-Wert! Wenn ich die Norm richtig verstehe haben wir im schlechtestem Fall einen U-Wert von 1,4 W/m2K (Link zur Norm steht unten). Habe ich die richtig interpretiert? Welcher Wert könnte der Stein wachrscheinlich haben? Die neue Heizung benötigt laut Schornsteinfeger und Heizungsbauer keinen Schornstein, sondern lediglich ein doppelwandiges Rohr für Zu- und Abluft. Somit ist zum Glück das Abreißen des alten Schornsteins geklärt. Die Heizkörper sind ALLE unterschiedlich und laut Heizungsbauer in schlechtem Zustand und mit der neuen Heizung nicht technisch kompatibel. @ Andreas: In deinem PDF schreibst du, dass die ersten cm Dämmung verhältnismässig die größten Ersparnisse bringen. Mach natürlich Sinn. Auf dieser Basis haben wir entschieden die Reihenfolge der Maßnahme angepasst. Wir werden weniger Dach dämmen (erstmals) dafür die Außenwand. So haben wir überall etwas gedämmt. Das Dach lässt sich gut in 2 Schritten machen. • Dach: Nur Zwischensparrendämmung. Dachüberstand für die Außendämmung und Öffnung des abgerissenen Schornsteins flicken. Die Aufsparrendämmung und Neudeckung verschieben wir in die Zukunft. Insgesamt nur EnEV Standard. • Außendämmung: Wird nun gemacht. Laut E-Berater sollte der Unterschied von EnEV zu KfW von der Förderung gedeckt sein. Mal gucken was die Angebote sagen. • Fenster: 3x Verglasung • Lüftung: nur Verlegung der Röhre, da die Decken und Böden offen sein werden. Gerät wird nachträglich eingebaut. • Boden: Laut Nachbarin wurde der Kriechkeller zu betoniert. Unklar ist ob er mit Sand oder Schutt vorher gefüllt. Wenn ja einige cm PUR-Dämmung über dem Estrich. Jetzt mache ich mich auf der Arbeit den U-Wert für die Außen und Dachdämmung zu rechnen und mich mit Dämmstoffe zu beschäftigen. Hierfür wäre sehr hilfreich, wenn jemand was zu den Steinen sagen könnte. Danke nochmals für die Diskussion! Claudio Link zur Norm: http://www.bau-medien-zentrum.de/PrInFoO/downloads/KLuBWissensDatenbank/Kennwerte_nach_DIN_V_4108-4.pdf