Abtrag/Abriss Scheune - oder Unterstützung und Sanierung

Deutschland-Allgemein




Hallo, ich habe eine weitergehende Frage zu der Sanierung unserer Scheune. Das Gebäude haben wir zusammen mit dem Haus vor kurzer Zeit erworben, aber die Scheune ist leider in keinem guten Zustand und war auch schon mal Thema Nun stellt sich uns die Frage: Abriss oder Sanierung? Die Kosten für den Abriss bei Auftragsvergabe sind relativ hoch, jedenfalls bei den eingeholten Angeboten bis jetzt. Daher hier die Frage an die Experten, was Ihr aus dem Gebäude machen würdet? Das Gebäude ist 10m breit, 16m lang und im Giebel 10m hoch. Dabei hat das Gebäude Hanglange, so dass es auf der Nordseite praktisch mit dem ersten OG ebenerdig ist. Zustandsbeschreibung: Bis zur Hälfte des Gebäudes von der Nordseite aus ist die Scheune bis zum 1 OG mit Sandstein gemauert. Im Westen umfasst die Mauer ca. 3/4 des Gebäudes, allerdings ist die Mauer nur mit Lehm verfugt. Sie war mal doppelt gemauert, allerdings hat der Regen das Fugenmaterial ausgewaschen so dass die Mauer auf etwa vier Meter nun nur noch einfach ist - sie wurde aber schon unterstützt. Das Dach zeigt eine starke Wellung, vermutlich durch die Verschiebung an der Südseite. Es ist auch eine deutliche Differenz zwischen Süd und Nordhälfte der Scheune zu sehen. Innen sieht man, dass die Dachbalken in der Südhälfte eine Neigung zur selbigen haben das Fachwerk auf der Hälfte der Scheune (an der "Stufe" zwischen Nord und Südseite) hat ebenfalls eine starke Neigung Die Pfetten, die vom Mittelbereich zum Südbereich führen sind wohl teilweise angebrochen (wurde uns von einer Holzbaufirma gesagt, die aber den Auftrag nicht wollte...) Die Pfette auf dem Sandsteinfundament an der Südseite ist verrottet und teilweise ist das Ständerwerk verrutscht und hängt in der "Luft". Auch fehlen Balken im Ständerwerk - offensichtlich schon sehr lange, denn sie sind nirgends auffindbar und teilweise sind alte Bretter vor solche stellen genagelt. Auch der Versatz im Dach scheint uralt zu sein, denn er war zwischen den Dachpfannen mit Beton ausgefüllt, der nun durch Moos und Witterung sich wieder gelöst hat Auch sieht man, dass zwischen dem "schiefen" Fachwerk alte Holzkeile und Verbindungen angebracht wurden . Wie lange das mittlere Fachwerk schon schief ist, ist schwer zu sagen - 10, 20 Jahre? Bis jetzt wurden einige neue Balken eingezogen und Baustützen eingezogen, aber nun stellt sich (immer noch) die Frage: Weiter Stützen oder Abreißen? Abreißen: Wenn man es bis zum den Grundmauern abreißen, oder zur Hälfte abreißen lassen, haben wir Ruhe - und können später es vielleicht wieder aufbauen. Nachteil ist der teilweise sehr hohe Preis für den Abriss - und natürlich der Fakt dass das Gebäude weg ist Das Gebäude steht frei, allerdings ist das Nachbargrundstück auf der Südseite nah dran - Haus ist aber 14m weit weg. Der Preis für den Abriss, den ich bis jetzt bekommen habe, ist mir aber im Prinzip zu hoch - 1-2 Mann Arbeit, 1 Tag angesetzt - fünfstellige Summe n- macht ein Stundenlohn von 1000€ und mehr, und das ohne Entsorgung. (Wieder)Aufbau: Fundament gießen, Pfetten doppeln neue Stützen einziehen (oder besser ganzes Fachwerk doppeln), dann altes Fachwerk rausnehmen. Allerdings dürfte es extrem schwer werden so das Dach gerade zu kriegen, den Versatz auszugleichen usw. Die Preise von Fachfirmen sind hier komplett utopisch gewesen, dafür kann ich auch ein neues Haus bauen ;) Besser ist wie immer abtragen und neu aufbauen - aber auch das ist sehr teuer Was würdet Ihr machen? Was würdet ihr für den Abriss zahlen? Eigenleistung: Dachziegeln kann ich runter machen, genau wie Zwischenböden oder Verschalung. Nur in 10m Höhe den First runter zu nehmen trau ich mir alleine nicht ganz zu ;) Danke schon mal im Voraus!