Holzbalkendecke aus Baumstämmen neu aufbauen


09.09.2019 Heiner 0 206

Guten Tag,

wir sind gerade dabei, ein Einfamilienhaus aus den 30er Jahren zu modernisieren. In einem Teil des Gebäudes (ca. 50 qm) ist zwischen EG und 1. OG eine alte Holzbalkendecke vorhanden. Diese ist mit fast kompletten Baumstämmen realisiert (nur an den vier Seiten etwas begradigt, teilweise mit Resten von Rinde). Ein Fehl-/Blindboden ist zwischen den Balken vorhanden und mit Lehm beschwert. Im EG sind Küche und Wohnzimmer, im 1. OG entstehen zwei Schlafzimmer und ein Bad.
Nach Entfernung der maroden Dielen möchten wir den Boden neu aufbauen und dabei den Trittschall auf ein familienfreundliches Niveau bringen.
Durch die Form der Balken kann vermutlich kein einfacher Höhenausgleich erfolgen. Schade, aber hoffentlich verkraftbar. Lösungen mit Latten oder Keilen auf den Balken finde ich sehr schwierig zu realisieren und statisch auch eher problematisch.
Idee bisher ist, die verbliebenen Hohlräume zwischen den Balken mit Steinwolle auszufüllen. Auf die Balken werden 22er (oder 25er?) OSB-Platten geschraubt, darauf Isover Akustic EP2 (oder EP3?) in 30er Dicke als Trittschalldämmung schwimmend verlegt. Abschließend Fermacellplatten in 20er Dicke, dann zB Vinylboden.

Meine Fragen:
- Passt dieser Aufbau so?
- Es gibt ja auch eine Kombiplatte aus 10 mm Trittschalldämmung und 20-25 mm Fermacell. Wie groß mag der effektive Unterschied sein?
- Müssen wir wegen (Kinder-)Spritzwasser im Bad etwas beachten? Sollte z.B. noch eine Folie eingezogen werden?

Zusatzinfos:
- Der Balkenabstand beträgt 80-100 cm.
- Die Dielen sind beschädigt und nicht mehr erhaltenswert. Die Vorbesitzer hatten Spanplatten darauf geschraubt und Teppichboden verlegt. Danke, liebe Leute!
- Eine professionelle Schädlingsbekämpfung ist erfolgt.
- Die Aufbauhöhe ist kein Problem.
- Die Unterseite der Balken (Foto) soll federnd mit dem Knauf-System abgehängt werden.